Zwei Missionarinnen berichteten über ihre Arbeit in Brasilien

Glaube im Urwald

Im Kreise der Gemeinde: Vorne von links Pastor Jörg Enners sowie die Missionarinnen Friedegard Behmenburg und Ruth Manß vor der Gemeinde der Freien evangelischen Gemeinde in Bad Zwesten, die ihre Arbeit mitfinanziert. Foto: zeb

Bad Zwesten. Sie leben und arbeiten seit fast 40 Jahren im brasilianischen Urwald und haben dort eine Missionsstation aufgebaut. Für einige Wochen waren Ruth Manß (65), die aus dem Bad Zwestener Ortsteil Niederurff stammt, und Friedegard Behmenburg (67, Lemgo) jetzt wieder zu Gast in der alten Heimat. In Bad Zwesten besuchten sie die dortige Freie evangelische Gemeinde, die ihre Arbeit finanziell unterstützt.

Die Frauen hatten sich in der Bibelschule kennengelernt und waren 1973 nach Brasilien gegangen. Eigentlich wollten sie nicht in die Mission gehen. Doch es kam anders. Nun leben in einem Indianerdorf in Brasilien, nahe der paraguayanischen Grenze.

Piranjui heißt das Dorf der deutschen Indianer-Pionier-Mission. Das Gebiet ist 2700 Hektar groß. 500 Cainá-Indianer leben dort weit verstreut jeweils in Sippen. Die beiden Frauen haben eine Station aufgebaut, in der an den Wochenenden Schulungen und Freizeiten stattfinden. Die Frauen sorgen für die Verpflegung und die geistige Betreuung.

In den ersten Jahren gab es keinen Arzt im Umkreis von 100 Kilometern und die Straßen waren sehr schlecht. Friedegard Behmenburg brachte den Erwachsenen und Kindern zunächst lesen und schreiben bei.

Medizinische Betreuung

Inzwischen hat der Staat die medizinische Versorgung übernommen und auch Schulen sind neben der Missionsschule entstanden. Zu den weiterführenden Schulen werden die Kinder mit dem Bus abgeholt.

Da die Frauen in der Landwirtschaft groß geworden sind, ermutigten sie die Indianer, sich selbst Mais, Bohnen und Manioka anzubauen.

Ihrem festen Glauben haben es die beiden zu verdanken, dass sie bis heute weitgehend unbehelligt geblieben sind. Aber auch sie wurden bereits einmal überfallen und waren dabei der Willkür dieser Menschen ausgeliefert.

Obwohl die Frauen das Rentenalter längst erreicht haben, wollen sie Ende November wieder nach Brasilien aufbrechen. Die Kollekte eines Gottesdienstes in Bad Zwesten galt der Deutschen Indianer-Pionier-Mission. Davon soll ein neues geländegängiger Auto angeschafft werden. (zeb)

Quelle: HNA

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