Kreissynode: Kurse sollen neugierig machen und Werte schlüssig vermitteln

Glauben und darüber reden

Zierenberg. Den Mitgliederschwund stoppen und diejenigen, die sich der Kirche eng verbunden fühlen, auf ihrem Weg bestärken: So lassen sich die Ziele umreißen, die sich der evangelische Kirchenkreis Wolfhagen für die kommende Zeit vorgenommen hat.

Der Glaubensvermittlung hat sich der Kirchenkreis schon in seinem Leitbild verschrieben - jetzt folgte die Synode mit ihrer am Samstag in Zierenberg gefassten Entschließung der bundesweiten Initiative der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD), unter dem Titel „Erwachsen glauben“ Kurse anzubieten. Durch diese sollen auch Laien befähigt werden, Glaubensthemen - orientiert an den Sinnfragen des Lebens - verbal griffig und inhaltlich schlüssig weiterzutragen und somit zu Multiplikatoren christlicher Werte zu werden. Ob, wie und wann die einzelnen Kirchengemeinden diese Glaubenskurse umsetzen, bleibt diesen selbst überlassen.

„Die Synode schlägt vor, die Gemeinden greifen das auf. Aber nicht jede Gemeinde soll und kann alles machen“, so Dekan Dr. Gernot Gerlach zur Freiwilligkeit des Projekts.

In Zierenberg wurden drei mögliche Kursthemen exemplarisch vorgestellt und kontrovers diskutiert. Man habe dabei festgestellt, so Christine Henkelmann (Ehringen) vom Kirchenkreisvorstand, dass „wir sensibler und aufmerksamer werden müssen, wie wir unseren Glauben rüberbringen“. Erfahrungen im Bereich solcher Lehrgänge hat man im Kirchenkreis aber bereits mit Tauf- und Glaubenskursen gesammelt - darauf könne man nun unter erweiterter Themenstellung aufbauen. Start der Kurse soll im Herbst sein.

Eine Bilanz der Kirchenkreis-Arbeit und einen Ausblick auf Geplantes gab der Vorsitzende der Synode, Rudolf Möse. Er verwies unter anderem auf die 30 Stationen der erfolgreichen Klangreise 2011, die er als „Rastplätze des gelebten Glaubens“ bezeichnete, und auf die Förderung des kirchlich-diakonischen Projekts „Mach mit“ mit 70 000 Euro und die Pläne für die Umsetzung dieser Idee (Bericht folgt).

In den von Jens Bohl (Wolfhagen) geleiteten Kinder- und Jugendausschuss wurden zwei neue Mitglieder berufen: Pfarrerin Ursula Breul (Wolfhagen) und Andrea Heinicke-Giehler (Kirchenvorsteherin Altenhasungen.

Von Cornelia Lehmann

Quelle: HNA

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