Nur die Glocken läuten friedlich: Gemeinde Guxhagen muss zur Turmunterhaltung beitragen

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Zankapfel: der 1898 im romanischen Stil erbaute Turmaufsatz auf dem Westwerk der Klosteranlage Breitenau. Foto: Grugel

Guxhagen. Die Gemeinde Guxhagen und der Landeswohlfahrtsverband Hessen müssen sich die Kosten einer geringfügigen Reparatur am Glockenturm der Klosterkirche Breitenau teilen.

as hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof nach eigenen Angaben entschieden. Das Urteil könnte weit reichende Folgen haben. Denn aus der Begründung wird sich nach Angaben von Richter Hans-Joachim Höllein ergeben, dass der Landeswohlfahrtsverband und die Gemeinde auch künftig die Unterhaltungskosten für den Glockenturm teilen müssen, sofern sie sich nicht auf eine andere Lösung verständigen. Eine Grundlage für die Entscheidung sei die beglaubigte Kopie einer Urkunde gewesen, aus der ein Wille zur Turmunterhaltung seitens der Gemeinde ablesbar sei.

„Wir haben eine andere Rechtsauffassung“, sagte Guxhagens Bürgermeister Edgar Slawik zum Urteil. Aus den Unterlagen lasse sich kein Unterhaltswille für die Zukunft ableiten, die 50-prozentige Unterhaltspflicht sei nach inzwischen jahrzehntelanger Nichtausübung praktisch erloschen. Der Landeswohlfahrtsverband dagegen begrüßte das Urteil. Nun sei klargestellt, dass die Unterhaltungskosten hälftig zu zahlen seien. Diese Lösung solle dauerhaft Bestand haben, teilte Sprecher Jörg Daniel mit.

Bei dem Turm handelt es sich um einen 1898 erbauten und etwa zehn Meter hohen Turmaufsatz mit Geläut über einem Treppenhaus. (lgr)

Quelle: HNA

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