Der Glögg ist ein Erfolgsrezept in Ziegenhain

Der Renner bei den Besuchern: Der Glögg ist bei den Gästen des Ziegenhainer Weihnachtsmarktes stark nachgefragt. Unser Archivbild zeigt Dr. Hilko Delles, Paul-Gerhard Jäckel, Hella Hasenpflug und Andreas Weckesser (von links) beim Verkauf. Archivfoto: Rose 

Ziegenhain. Der Rotary Club verkauft das Getränk auf dem Weihnachtsmarkt: Bisher kamen 100.000 Euro zusammen.

Das Treffen des Rotary Clubs Schwalmstadt stand jüngst unter dem Motto „Glögg - Eine 100.000 Euro-Erfolgsgeschichte“. Was sich dahinter verbarg, verriet Präsident Dr. Jochen Schwalm: „Wir verkaufen seit 18 Jahren auf dem Ziegenhainer Weihnachtsmarkt unseren Glögg nach original schwedischem Rezept - dabei haben wir 100 000 Euro eingenommen, die ohne Abzüge von uns für gemeinnützige Zwecke eingesetzt werden.“

Das Heißgetränk sei längst ein echter Renner. Viele Gäste freuten sich schon das ganze Jahr darauf, berichtete Wilhelm Kreuter, der gemeinsam mit einem Team rund um den gebürtigen Schweden Dr. Per Sandin seit Jahren das Getränk in der Woche vor dem Weihnachtsmarkt vorbereitet.

Sud mit Gewürzen

„Wir nehmen Nelken, Kardamon, Ceylonzimt und Ingwer und kochen daraus den Sud, der später für den typischen Geschmack verantwortlich ist“, erklärt Kreuter. Danach würden 500 Liter Rotwein und Cognac mit flüssigem Rohrzucker und dem Sud gemischt. „Wir produzieren den Glögg vorab, damit er am Freitag genauso gut schmeckt wie am Sonntag“, sagt er.

Zusätzlich böten sie noch etwa 80 Liter alkoholfreien Glögg an. „Wir haben beim letzten Weihnachtsmarkt 2500 Becher Glögg und noch einmal rund 400 alkoholfreie Glögg verkauft“, erzählt Schwalm. Die Zutaten für den Glögg und die Standmiete würden aus Clubbeiträgen gezahlt.

Zogen beeindruckende Bilanz: Dr. Per Sandin , Wilhelm Kreuter und Präsident Dr. Jochen Schwalm (von links).

Der Club verfüge über einen so genannten Feuerwehrfond, mit dem er kurzfristig und unbürokratische Hilfe leisten könne. Häufig wiesen Mitglieder auf eine besondere Not hin, aber es passiere auch, dass sie von einer diakonischen Einrichtung angefragt würden. „Wir verstehen uns als Zusammenschluss von Menschen, die sich für Benachteiligte einsetzen“, sagt der Präsident. Weil die Mitglieder aus unterschiedlichen Berufen kämen, böten sie zusätzlich jedes Jahr sowohl einen Berufsinformationstag an als auch Praktika für Haupt- und Realschüler. „Ein Mal im Jahr nehmen sich die Mitglieder zwei Tage frei und stellen an der Ohetalschule Berufsbilder vor und vereinbaren Praktika für die Schüler der 7. Klassen“, erläutert Schwalm.

Quelle: HNA

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