Oberstleutnant Helmut Remus ist zum zweiten Mal Kommandeur in Schwarzenborn

Mit Glück in den Knüll

Zurück: Erneut ist Oberstleutnant Helmut Remus Kommandeur in Schwarzenborn. Von 2003 bis 2005 befehligte er dort das Panzergrenadierbataillon, seit zwei Wochen das Jägerregiment. Foto: Grede

Schwarzenborn. Aus dem Elsass an den Knüllteich: Fünf Jahre leitete Oberstleutnant Helmut Remus das Dezernat für Internationale Beziehungen im Eurokorps in Straßburg. Seit zwei Wochen ist er der neue Kommandeur des Schwarzenborner Jägerregiments.

An die Zeit in Straßburg denkt der 49-Jährige gerne zurück, aber nach Schwarzenborn versetzt zu werden, nennt er ein „unverschämtes Glück“. Und das hat seinen Grund: Für den Iserlohner ist die Knüllregion bereits ein Stück Heimat. Er und sein Vorgänger, Oberst Gunter Schneider, haben sich schon einmal als Kommandeure in Schwarzenborn die Klinke in die Hand gegeben. Von 2003 bis 2005 führte Remus die Truppe auf dem Knüllplateau – damals übergab er das Panzergrenadierbataillon 152 an Schneider, diesmal übernimmt er das Jägerregiment von ihm. „Ich habe hier viele Freunde gefunden“, sagt Remus.

Sein Kommandeurszimmer hat Remus bereits bezogen. An seinem Schreibtisch wird er allerdings nicht so häufig zu finden sein: „Mein Platz ist draußen bei meinen Soldaten.“ Als Kommandeur wird Remus die Einheit in der Knüllkaserne in einer Zeit des Umbruchs begleiten. Denn zum 1. Juli 2015 wird es das Jägerregiment nicht mehr geben. Mit diesem Datum wird „Jägerbataillon“ auf dem Namenschild der Schwarzenborner Einheit stehen.

Mit einem Appell am 10. Dezember wird das Jägerregiment der 21. Panzerbrigade Augustdorf unterstellt werden und damit zur 1. Panzerdivision zählen. Die 8. Batterie des Regiments wird bereits bis zum Jahresende aufgelöst sein.

Mit dem Umsetzen der Bundeswehrreform wird die innerhalb der Bundeswehr einmalige luftbewegliche Infanterieeinheit – bei ihrer Aufstellung als Leuchtturmprojekt der Bundeswehr gefeiert – ihr Alleinstellungsmerkmal verlieren. Aber, da ist sich Remus sicher, die Erfahrungen, werden sich in anderen Truppenteilen wiederfinden und „Jäger – das ist inzwischen ein Erfolgsmodell in Schwarzenborn“.

Und der Erfolg basiert auch auf Erfahrung: Kaum ein anderer Verband in der Bundeswehr blicke auf so viele personalintensive Auslandseinsätze zurück, meint Remus. Seit 2006 sind die Schwarzenborner ständig im Einsatz. Im Regiment gebe es Soldaten, die teilweise vier bis fünf Auslandseinsätze hinter sich hätten, sagt der Kommandeur. Er wird nun die Soldaten, die bis September das Ausbildungs- und Schutzbataillon Mazar-I-Scharif stellten, bei der Einsatznachbereitung begleiten.

Mit Jahresbeginn wird sich die Truppe bereits in der Einsatzvorbereitung befinden. Remus geht davon aus, dass Ende 2013 die nächsten Schwarzenborner Soldaten in Afghanistan sein werden.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare