Jugendbildungswerk des Landkreises veranstaltete die 30. Theaterwerkstatt

+
Alles auf Anfang: Die Teilnehmer der Theaterwerkstatt mit Bärbel Spohr vom Jugendbildungswerk, Theaterpädagoge Dirk Radunz, Theaterpädagogin Anna Schöneweis und Schauspielerin Odilie Kennerknecht.

Wabern. Zeitreisen, Körpertausch, Glücksteebeutel, Amnesiepulver sowie ein sprechendes Spiegelbild – für den Abschlussabend der Theaterwerkstatt mit dem Thema „Alles auf Anfang!

Wiederholungen-Varianten- Rituale“ hatten die jugendlichen Laienschauspieler der Theaterwerkstatt jede Menge kreative Ideen zu einem Bühnenstück verarbeitet und zeigten Freunden und Familien eine Kostprobe ihres Könnens in der Waberner Mehrzweckhalle.

Zum 30. Mal veranstaltete das Jugendbildungswerk des Kreises die Theaterwerkstatt für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 20 Jahren. In diesem Jahr nahmen 15 Jugendliche aus dem Landkreis und aus weiteren nordhessischen Städten teil. In der ersten Woche der Herbstferien trafen sich die Teilnehmer mit Bärbel Spohr vom Jugendbildungswerk und den Theaterpädagogen Dirk Radunz und Anna Schöneweis sowie der Schauspielerin Odilie Kennerknecht im Jugendhof Rothenburg. Ziel des Projekts sind die Stärkung von Bühnenpräsenz, Aussprache, Gestik und Mimik sowie des Selbstwertgefühls.

Gedanken und Gefühle

Die Teilnehmer lernen Gedanken, Gefühle und Assoziationen zum vorgegebenen Thema auf die Bühne zu bringen. Dazu gehört der Entwurf des Bühnenstücks mit Texten, Liedern, Kostümen, Bühnenbild und Requisiten genauso, wie die Fähigkeit, im Team zu arbeiten. Über gemeinsame Improvisationen zum Leitthema entstehen auf diese Weise mehrere Szenen, die zu einem Stück werden.

Die Theaterwerkstatt kommt bei den Jugendlichen gut an, die meisten der Teilnehmer waren schon mehrmals dabei. So wie Tim Kühnel, der schon zum dritten Mal bei der Theaterwerkstatt mitgemacht hat: „Mir gefällt besonders der Zusammenhalt der Gruppe, hier kann man so sein, wie man ist“, sagte der 18-Jährige. Über die gemeinsame Ferienwoche mit Bühnenspiel seien viele Freundschaften entstanden. „Dieses Jahr hatten wir eine sehr musikalische Gruppe“, erzählte Annika Piesche. Die meisten kennen das darstellende Spiel aus der Schule, aber im Workshop entdecke man eine ganz neue Seite des Theaterspielens, so Andrea Philipp. Man entwerfe das Stück selber und dürfe spielen, was man schön finde. „Wir können uns frei entfalten“, ergänzte Arne Dobbermann. Die 13-jährige Finja Franken möchte Schauspielerin werden und war zum ersten Mal dabei. Für sie steht fest, sie möchte auf jeden Fall beim nächsten Mal wieder mitmachen.

Dass die Jugendlichen gerne zusammenarbeiten und spielen, stellte auch Workshop-Leiterin Spohr fest: „Die Harmonie in der Gruppe war erstaunlich.“ Neue Teilnehmer seien sofort von der Gruppe aufgenommen worden.

Von Bettina Mangold

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare