Drei mal ausverkauft: 360 Zuschauer beklatschten Allendörfer Laienschauspieler

Gockel brachte das Glück

Strenges Regiment: Auf dem Hof von Oma Frieda haben weder der Knecht Anton noch Viehhändler Kuno und seine heiratswillige Tochter Anni etwas zu lachen (von rechts). Fotos: Rose

Allendorf/L.. An drei Abenden in Folgen hob sich in Allendorf/Landsburg am Wochenende der Vorhang zum vergnüglichen Laientheater. Die Hobbyschauspieler des Gesangvereins hatten zum Schwank „Drei Weiber und ein Gockel“ ins Gasthaus Rockensüß eingeladen. Insgesamt 360 Zuschauer - alle Veranstaltungen waren ausverkauft - ließen sich von den neun Akteuren in ein heiter-humoristisches Spektakel entführen. Anneliese und Marlies Schmerer stimmten mit einem kurzen Sketsch auf den amüsanten Rollentausch ein.

Gleich drei Weiber entrollten die kurzweilige Geschichte: Allen voran Oma Frieda (Beate Werno), die auf ihrem Hof ein strenges, gänzlich männerfreies Regiment führt. Längst hat sie auch ihre Nichten Lotte (Sabine Schmerer) und Irma (Lena Schmerer) davon überzeugt. „Es geht nichts über einen guten Stallgeruch - das hält Männer und Fliegen ab“, ist sich die resolute Irma sicher.

Knecht Anton (Dennis Schmitt) spielt auf dem Hof nur eine untergeordnete Rolle. Nur allzu gern schlüpft er deshalb unter einen Hahnenkamm und spielt sich als Gockel auf, der seine Hühnereier anscheinend selbst ausbrütet. Dann sind da noch Viehhändler Kuno (Gerhard Schmitt), der der seine Tochter Anni (Lisa-Marie Keim) an den Mann bringen will und die robuste Nachbarin Gunda (Inge Noll), die dringend Ersatz für ihren toten Hahn sucht. Als ein Gewitter aufzieht, nimmt der schicksalhafte Tag seinen Lauf: Tom (Jürgen Berger), der nach einer Autopanne Hilfe im frauendominierten Haushalt sucht, schlüpft kurzerhand in die Rolle einer gewissen Tamara. Auch Wanderer Ingo (Sven Werno) ist besser beraten, sich als Inge auszugeben. Es kommt, wie es kommen muss: Die beiden Nichten verlieben sich Hals über Kopf in ihre Gäste, und auch Anton findet in Anni seine große Liebe. Nun gilt es nur noch, Oma Frieda auszutricksen, denn bei diesem Unwetter müssen alle Beteiligten auf dem Hof übernachten.

Die Übernachtungsordnung läuft jedoch völlig aus dem Ruder, Verwechslungen inklusive. Am nächsten Morgen haben die Paare aber dann doch den Weg zueinander gefunden. Vom Publikum gab es dafür reichlich Applaus. (zsr)

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare