Gold gewollt, Silber geholt

Densberger Feuerwehr nahm an m Feuerwehr-WM in Frankreich teil

Die Männer der Densberger Feuerwehr im Wettkampf-Outfit: von links Ralf Debus, Robert Schüßler, Sebastian Möller, Markus Aubel, Martin Gössel, hinte von links Lars Heinke (Ersatzmann), Stefan Schütz, Maik Schömann, Udo König und Olaf Aubel.

Densberg. Die Mühen der Vorbereitung für die Männer der Densberger Feuerwehr-Einsatzabteilung um Coach Udo König haben sich gelohnt. Zwar zogen die Männer aus, um bei der Feuerwehr-Weltmeisterschaft in Frankreich Gold zu holen, doch am Ende waren sie mit dem Platz im Mittelfeld und einer Silbermedaille sehr zufrieden.

Das ganze Jahr über hatten sich die zehn Feuerwehrmänner auf den Wettkampf des Feuerwehrweltverbandes CTIF im französischen Mulhouse vorbereitet, davon die letzten drei Monate sehr intensiv.

Doch beim Wettkampf machten sie einen klitzekleinen Fehler: Eine Fangleine war da, wo sie nicht hingehörte. Die Korrektur kostete entscheidende Sekunden. So wurde die Übung in 41,9 Sekunden beendet, ohne den Patzer lagen sie im Schnitt bei einer Zeit knapp über 30 Sekunden. Für den Sieg hätte es dennoch nicht gereicht, da hatte eine österreichische Mannschaft mit 28 Sekunden die Messlatte sehr hoch gelegt.

Die Übung bestand darin, vier Saugschläuche aneinander zu koppeln, eine Halteleine anzubringen, das Ansaugen aus einem offenen Gewässer zu simulieren, zwei B-Leitungen zu einem Verteiler zu verlegen und davon je zwei C-Längen zum angenommenen Brandherd zu verlegen, alles als Trockenübung.

Dazu kam ein Hindernis-Staffellauf über 400 Meter im Stadion in Mulhouse, wo die Wettkämpfe stattfanden. Dabei mussten acht Kameraden antreten, jeder hatte 50 Meter zu laufen. Drei Kameraden hatten noch ein Hindernis bei ihrem Lauf zu überwinden, drei der Läufer mussten einen Schwebebalken überqueren, der siebte Läufer eine 1,60 Meter hohe Hinderniswand überwinden. Der letzte Läufer musste durch ein acht Meter langes und 80 Zentimeter dickes Rohr kriechen.

Im Stadion selbst gab es für die Densberger Brandschützer lautstarke Anfeuerungen durch 35 mitgereiste Fans. Mit Bus, Pkw und Wohnmobil reisten sie ihrer Wettkampftruppe hinterher.

Wie Coach Udo König sagte, war die Teilnahme schon ein richtiges Abenteuer. Übernachtet wurde in Klassenräumen, Essen gab es in einer Sporthalle mit 2000 anderen Teilnehmern.

2015 ist Hessenentscheid

Die Densberger Truppe hat bereits das nächste Ziel vor Augen. Sie will beim Hessenentscheid 2015 in Bruchköbel die Voraussetzung dafür schaffen, an der Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft teilzunehmen.

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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