Homberger Geschichtsverein feierte sein 50-jähriges Bestehen

Goldene Zeit der Stadt

Gründungsmitglieder: von links Bodo Fäcke, Dr. Georg Löwer, Dr. Siegfried Löffler und der Vorsitzende des Homberger Geschichtsvereins, Harald Götte. Fotos: Schmitt

Homberg. Mit einem Glockenspiel animierte Moderator Jürgen Meier die Gäste in der Homberger Stadthalle, ein Geburtstagsständchen zu singen. Den feierte der Homberger Geschichtsverein. Für Historiker sind 50 Jahre eine kurze Zeit, denn die Erforschung der Geschichte Hombergs umfasst einen größten Zeithorizont.

Den runden Geburtstag ihres Vereins wussten die Historiker dennoch zu feiern. Gründungsmitglied Bodo Fäcke ließ die Geschichte des am 7. Juni 1961 gegründeten Vereins Revue passieren. Dabei ging er vor allem auf die zahlreichen Veröffentlichungen ein, die inzwischen ein kleine Bibliothek füllen würden.

Den Festvortrag hielt Dr. Gerhard Grebe. Darin befasste er sich mit der Frage nach dem „goldenen Zeitalter“ Hombergs. Grebe verglich die wirtschaftlichen Daten der Stadt vor und 100 Jahre nach dem 30-Jährigen Krieg. Dabei ging er unter anderem auf Handel- und Handwerk ein, hob die Bedeutung vor allem des Wollhandels hervor sowie die politische Organisation und Struktur der Stadt und die Zahl der Bewohner.

Seinen Forschungen nach wohnten vor dem 30-Jährigen Krieg etwa 5000 Menschen in Homberg.

Der 30-Jährige Krieg veränderte das Leben in der Stadt grundlegend. Die Folgen: 100 Jahre nach Kriegsende hatte sich Homberg noch immer nicht von den Kriegswirren erholt. Die Bevölkerung war auf 2500 Menschen gesunken, die soziale und wirtschaftliche Struktur hatte sich völlig verändert. Grebes Fazit: Durch den 30-Jährigen Krieg zerbrach die Stadt, und sie hat sich nie mehr davon erholt. Doch nicht nur Vorträge und Grußworte gab es beim Festakt. Es wurden auch langjährige Mitglieder geehrt, das neue Buch wurde zum Kauf angeboten, und es waren zwei Ausstellungen zu sehen. (ras)

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Quelle: HNA

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