Viele Investitionen in 2018 geplant

Goldesel für Edermünde wäre super

Große Investitionen stehen an: Edermünde bräuchte einen Goldesel. Foto: dpa

Edermünde. Man muss nur aufs Deckblatt des  Haushaltes 2018 schauen und man weiß Bescheid: Die Gemeinde hat ab dem kommenden Jahr vor allem eines: Baustellen.

Und deshalb bräuchte die Gemeinde ab Neujahr auch ganz dringend einen Goldesel. Gleich zehn Millionen Euro muss die Verwaltung in der nächsten Zeit investieren. Da nutzt es wenig, dass der Haushalt ausgeglichen ist und auch einen kleinen Überschuss (162 000 Euro) aufweist – Edermünde hat einen „so geballten Investitionsbedarf wie noch nie zuvor in seiner Geschichte“, sagte Bürgermeister Thomas Petrich bei der Haushaltseinbringung am Freitagabend in Grifte.

Dabei werden die zehn Millionen Euro gar nicht einmal für Luxuslösungen, sondern nur für die vier wichtigsten Investitionen benötigt.
• Allein die beiden neuen Kindergärten in Grifte und Besse werden die Gemeinde 7,5 Millionen Euro kosten.
• Ebenfalls teuer wird die Sanierung des maroden Dorfgemeinschaftshauses Haldorf
• und es stehen noch teure Entscheidungen zum Schwimmbad an.

Dennoch gibt es für die Edermünder keinen Grund zur Verzweiflung: Das Leben in der Gemeinde sei so günstig wie kaum sonst irgendwo in der Region, die wesentlichen Einnahmequellen stabil, die Verschuldung gering, sagte Petrich. Einer der dicksten Brocken im gesamten Haushalt sind die Personalkosten, sie stiegen in Edermünde in den vergangenen vier Jahren von drei auf knapp vier Millionen Euro an (3,92 Mio Euro). Grund dafür sei der hohe Personalbedarf in den Kindertagesstätten.

Steigende Betriebskosten

Auch deren Betriebskosten galoppierten davon: Lagen die Aufwendungen 2013 für die vier Edermünder Kindergärten noch bei 1,4 Mio. Euro, so liegt der Ansatz 2018 mit fast 2,2 Mio. Euro um die Hälfte höher.

Genau 17,5 Prozent der Edermünder Gesamtausgaben fließen in die Kinderbetreuung. Wegen der beiden Kita-Neubauten Grifte und Besse nehme die Gemeinde Abstand von weiteren Investitionen. Belastend sei auch die gestiegene Kreis- und Schulumlage, die sich auf vier Millionen Euro belaufe.

Die Ausgaben fressen das Geld auf, das die Gemeinde vom Land bekommt, etwa aus dem kommunalen Finanzausgleich (2,4 Mio. Euro) oder den Einkommensteueranteilen (4,7 Mio. Euro). „Da bleibt kein müder Cent für uns übrig“, sagte Petrich.

Dennoch und trotz der enormen finanziellen Lasten, die auf Edermünde zukommen, sah der Bürgermeister keinen großen Grund zur Klage: Mit dem Stand der Finanzen könne die Gemeinde zufrieden sein. „Wir sind für die anstehenden Herausforderungen sehr gut gerüstet,“ sagte Petrich. (bra)

Quelle: HNA

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