Gottesdienst für Demenzkranke am Dienstag in Wolfhagen

Test für den heutigen Gottesdienst: Bettina Richter (links) hat das Antependium gestaltet. Sie stellte es am Montag Geschäftsführer Peter Grunwald, Pflegedienstleiterin Jutta Volkwein und den Seniorenheim-Bewohnern Waltraud Freudenthal, Auguste Braun und Marietta Jeske vor (von links). Foto: Ricken

Wolfhagen. Am Dienstag (15. März) startet im Wolfhager Seniorenzentrum ein neues Angebot für die Bewohner: Ein Demenz-Gottesdienst, der speziell auf die Bedürfnisse der demenziell Erkrankten zugeschnitten ist.

Die Idee für dieses im Altkreis einmalige Angebot wurde in der Einrichtung selbst geboren: „Wir wollen den Menschen, die weniger Durchhaltevermögen haben und mit normalen Gottesdiensten oft überfordert sind, ein eigenes Angebot machen“, erklärt der Geschäftsführer des Seniorenzentrums, Peter Grunwald.

Gemeinsam mit der fürs Altersheim zuständigen Pfarrerin Birgit Basteck wurde ein entsprechendes Konzept entwickelt. Ein rundes Antependium, das ist ursprünglich ein reich verzierter Stoff der auf dem Altar lag, gestaltete die Künstlerin Bettina Richter. Die Demenzkranken sitzen beim Gottesdienst rund um den Tisch, auf dem Karten mit Segenswünschen, Blütenblätter oder andere Accessoires während des Gottesdienstes verteilt werden. Dies soll für einen wie Grunwald es nennt „interaktiven“ Gottesdienst sorgen.

Nur 20 Minuten wird er dauern und Elemente enthalten, an die sich die Demenzkranken oft noch erinnern können: Bekannte Kirchenlieder, besondere Psalme oder das Vaterunser.

„Fünf bis sieben Bewohner nehmen an dem Gottesdienst teil, der künftig einmal im Quartal stattfindet“, sagt Pflegedienstleiterin Jutta Volkwein. Ein Teilaspekt des Gottesdienst sei es, das Erinnerungsvermögen der Menschen anzuregen. Dies geschehe im Haus auch durch verschiedene Angebote. Natürlich dürften die Bewohner der Demenzabteilung auch weiterhin am Gottesdienst teilnehmen, der jedes Wochenende im Altersheim stattfindet, so Volkwein.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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