Das Gemeindehaus soll in die Christkönigkirche in Borken integriert werden

Ein Gotteshaus für alles

So könnte die Kirche aussehen: Pfarrer Winfried Hahner, Gemeindereferent Timo Sachs und Helmut Friedel vom Verwaltungsrat (von links) mit dem Architektenmodell Ohlmeier. Fotos: Dellit

Borken. Die Zahl der katholischen Christen in und um Borken sinkt; die Gemeinde Christkönig, die Borken mit Stadtteilen sowie Benzigerode und Wenzigerode umfasst, hat noch 1800 Mitglieder. Das Gotteshaus ist längst zu groß, sagt Pfarrer Winfried Hahner.

Darauf reagiert die Gemeinde und will das Pfarrheim St. Lioba, das neben der Kirche steht, verkaufen und die Räume in die Kirche selbst integrieren. Dafür wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Eine Kommission, an der das Bistum, unabhängige Architekten und die Gemeinde beteiligt waren, hat daraus eine Rangfolge festgelegt.

Noch nicht endgültig

Diese Pläne sind aber noch nicht endgültig, betont Hahner. Es sollen noch Ideen der Gemeinde einfließen, auch die Rangfolge der eingereichten Entwürfe sei nicht unbedingt bindend.

Diese beiden Vorschläge sind aus Sicht der Kommission am vielversprechendsten: • Architekturbüro Ohlmeier, Kassel: Das Modell sieht vor, dass ein rechteckiger Gemeinderaum in das Kircheninnere integriert wird. Der Altarraum würde dann näher an den Eingang heranrücken, der eigentliche Kirchenraum somit kleiner (siehe großes Foto). • Büro Trapp-Wagner Hünfeld: Dieser Entwurf (kleines Bild) unterteilt die Kirche in zwei Ebenen. Im unteren Bereich soll der Kirchenraum angesiedelt werden, darüber würde der Gemeinderaum eingerichtet.

Bei beiden Planungen würde sich an der Außenansicht der Kirche nichts oder nur sehr wenig ändern. Die hohen Fenster blieben jeweils erhalten.

Baubeginn soll im nächsten Jahr sein, die Arbeiten könnten sich über ein Jahr hinziehen, wobei das eine grobe Schätzung sei. Über die Kosten lasse sich noch nichts sagen, erklärte Hahner. Das Bistum werde sich jedoch an der Finanzierung beteiligen. Der Kirchenumbau könne auch Modell für andere Gemeinden werden, glaubt der Pfarrer.

Die Gemeindeglieder haben Gelegenheit, sich die Modelle anzusehen und sich zu äußern. Termine: Sonntag, 30. September und 7. Oktober, nach der 9.30 Uhr-Messe und über das Pfarrbüro, Tel. 0 56 82/22 48

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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