Wer ein Grab früher abräumt, muss künftig zahlen

Breuna beschließt geänderte Friedhofssatzung

Den Bedürfnissen angepasst: Aufgrund vieler Nachfragen von Bürgern, die Gräber vor Ablauf der Nutzungsrechte (hier Friedhof Breuna) zu räumen, hat die Gemeinde Breuna die Friedhofssatzung geändert. Je nach Grabart entstehen jährliche Mehrkosten. Foto: Ulbrich

Breuna. Mit einer Änderung der Friedhofssatzung reagiert die Gemeinde Breuna auf zunehmende Anfragen von Bürgern, das Grab eines Angehörigen vorzeitig vor der vereinbarten Nutzungsdauer abräumen zu dürfen. Die so entstehenden zusätzlichen Kosten wird die Gemeinde den Grabnutzern in Rechnung stellen.

Die Gemeinde wird den Grabnutzern 15 Euro pro Jahr (Wahlgräber) der vorzeitigen Beendigung berechnen. Bei Urnengräbern beträgt die Gebühr 7,50 Euro.

Wer also beispielsweise Nutzungsrechte eines Wahlgrabes für 20 Jahre besitzt und die Grabstätte fünf Jahre früher abräumt, muss 75 Euro bezahlen, bei einem Urnengrab würde der Betrag 37,50 Euro ausmachen.

Die Fraktionen von CDU und SPD waren sich einig, dass man den überwiegend berechtigten Anträgen auf vorzeitige Räumung des Grabes nachkommen müsse. Die daraus entstehenden Zusatzkosten resultieren aus einem Mehraufwand wie etwa Mäharbeiten. Diese Zusatzarbeiten wurden von der ausführenden Firma mit zehn Euro pro Grabstelle/Jahr kalkuliert.

Nacharbeiten sind nötig

Hinzu kommen in der Regel notwendige Nacharbeiten durch den Bauhof, wie die Behebung von Setzungen oder die Nachsaat. Somit stimmten alle Parlamentarier der Beschlussvorlage zu.

Ein weiterer Punkt war die Anpassung der Entschädigungssatzung der Gemeinde. Erstmals seit 1999 wurden die Aufwandsentschädigungen der Politiker erhöht. Für Mitglieder der Gemeindevertretung beträgt das Sitzungsgeld künftig 15 statt elf Euro. Laut Walter Schmand habe man eine Umfrage in den Kommunen der Umgebung gestartet, mit dem beschlossenen Wert liege man „in der Mitte“.

Auch die Pauschale für Ortsvorsteher wurde von 15 auf 20 Cent je Einwohner erhöht. Die jährlichen Mehrkosten dadurch betragen je nach Anzahl der Sitzungen etwa 2200 Euro.

Von Nicolai Ulbrich

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare