Gudensberger Friedhof: Bestattungen auf Wiese möglich – Gebühren erhöht

Die Gräber werden teurer

Alles neu: Künftig sind die Pflegekosten für ein Grab in der Einmalzahlung enthalten. Das Bild zeigt Grabschmuck auf dem Gudensberger Friedhof. Foto: Mangold

Gudensberg. In Gudensberg werden die Beerdigungen teurer. Außerdem wird es künftig Rasengrabstätten geben, die immer beliebter werden und in der bisherigen Friedhofsordnung nicht vorgesehen waren. Darauf einigten sich die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Donnerstag.

Zuletzt hatte die Stadt vor neun Jahren die Preise für Gräber erhöht. Die Gebühren der Grabstätten deckten bislang rund zwei Drittel der Kosten. Damit das so bleibt, müssen sie aber angepasst werden. Trotz der Erhöhung liege man aber im Vergleich mit den benachbarten Kommunen immer noch im unteren Bereich, sagte Bürgermeister Frank Börner.

So kostet ein Reihengrab in Gudensberg künftig 690 Euro, ein vergleichbares Grab in Niedenstein 1100 Euro. Am teuersten sind Beerdigungen in Fritzlar mit 1370 Euro für ein Reihengrab, am günstigsten in Homberg und Edermünde mit 650 Euro. Außerdem wird die Nutzungsdauer eines Grabes einheitlich für alle Stadtteile auf 25 Jahre beschränkt. Eine jährliche Verlängerung ist aber, außer bei Reihengräbern, möglich.

Zusätzlich zu den Kosten für eine Grabstelle wird zukünftig auch eine Räumungsgebühr erhoben, sie beträgt zwischen 80 und 200 Euro. Bisher hatte die Stadt oft das Problem, den Zahlungspflichtigen Jahrzehnte später noch zu ermitteln.

Neu in der Friedhofsordnung ist die Einrichtung von grünen Gräbern, die mit Gras bepflanzt sind, einen flachen Grabstein haben und kostengünstig maschinell gepflegt werden können. Rasengräber seien ein Angebot für diejenigen, die das Grab nicht selber pflegen können oder wollen, erklärte Ralf Lengemann von der Bauverwaltung. Im Preis von 1640 Euro ist die Grabpflege für die gesamte Nutzungsdauer enthalten. In Maden und Obervorschütz wird es auf Wunsch der Ortsbeiräte und der Friedhofskommission Rasengräber mit erhöhten Grabsteinen geben. Da rings um die erhöhten Grabmale per Hand gemäht werden muss, fallen die Gebühren hier höher aus. Die Änderungen treten ab Freitag, 17. September, in Kraft. (yma)

Quelle: HNA

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