Grifter Bürgerinitiative lässt online über Bolzplatz abstimmen

Auch der Nachwuchs protestierte schon: Im November hatten Eltern mit ihren Kindern (Foto) ihre Forderung unterstrichen, dass der Bolzplatz in Grifte nicht einem Kindergartenneubau weichen sollte. Archivf oto: Lange-Michael

Gelände soll nicht für Kindergarten-Neubau genutzt werden

Von Heinz Rohde

Grifte. Die Grifter bleiben am Ball, was die Zukunft ihres Bolz- und Festplatze angeht. Auf dem Gelände möchte die Gemeinde eine neue Kindertagesstätte errichten. Das stößt bei vielen Griftern auf Widerstand.

Weil in der jüngsten Parlamentssitzung keine Wortmeldungen von Zuhörern zugelassen waren, hatte die Bürgerinitiative in der vergangenen Woche zu einem Gespräch mit Kommunalpolitikern eingeladen. Unter anderem ist auch eine Online-Petition ins Leben gerufen worden. Die Seite ist zu finden unter: http://zu.hna.de/bolzplatz-grifte

In der Parlamentssitzung am Freitag, 15. Dezember, wollen die Gemeindevertreter über das Projekt entscheiden. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Gasthaus „Zur Linde“ in Grifte.

Sachliches Gespräch

Aus dem Gespräch mit den Kommunalpolitikern berichtet die Bürgerinitiative, dass es eine emotionale, aber nicht unsachliche Diskussion gegeben habe. Alternativen für einen Bolzplatz, Fest-/Kirmesplatz seien nicht benannt worden. Offenbar sollten erst einmal Tatsachen geschaffen und dann zu Ende geplant werden, heißt es in einer Stellungnahme.

Der Sportplatz, der vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Günter Rudolph in der jüngsten Parlamentssitzung als Alternative ins Spiel gebracht worden sei, komme jedenfalls nicht in Frage. Die Beanspruchung des Platzes durch freies Bolzen und Spielen würde die originäre Nutzung als Sportplatz gefährden, meint die Bürgerinitiative.

Ein entscheidendes Kriterium sind die Kosten. Ein neuer, siebengruppiger Kindergarten auf dem Bolzplatz würde nach Angaben der Gemeinde 3,6 Millionen Euro kosten. In der jüngsten Parlamentssitzung hatte die FWG einen vom Architekturbüro Steyer/Weitsch erarbeiteten Entwurf vorgestellt, der allerdings 1,5 Millionen Euro teurer wäre (wir berichteten).

Folgekosten berücksichtigen

In dem Gespräch mit Fraktionsvertretern wurde als eine weitere kostengünstige Lösung ein der Gemeinde gehörendes Grundstück im Ortsteil Grifte genannt.

Folgekosten bei einer Nutzung des Bolzplatzes seien im übrigen nicht berücksichtigt worden. Straßenbauliche Veränderungen seien erforderlich, weil die Zufahrtsstraße für das Verkehrsaufkommen eines Kindergartens nicht ausgelegt seien. Und ein neu anzulegender Bolzplatz würde auch Kosten verursachen.

Die Frage, ob es tatsächlich Zeitdruck bei der Entscheidung gebe, weil die Nutzung des jetzigen Kindergartens „Pusteblume“ nur noch bis Ende 2019 zulässig sei, wurde von den Teilnehmern des Gesprächs unterschiedlich bewertet.

Quelle: HNA

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