Anschluss an Touristische Arbeitsgemeinschaft gefordert

Grimm-Heimat macht Druck auf Städte und Gemeinden

Wolfhager Land. Städte und Gemeinden, die von der Grimm-Heimat Nordhessen profitieren wollen, stehen unter Zugzwang. Der Verband, der für die touristische Werbung zuständig ist, will sich von Kommunen trennen, die sich bis 2017 keiner Touristischen Arbeitsgemeinschaft (TAG) angeschlossen haben.

Die Bürgermeister im Wolfhager Land haben reagiert und bereiten die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft zum 1. Januar 2015 vor.

Die Kommunen im Naturpark Habichtswald weisen unterschiedlich stark ausgeprägte Arbeitsstrukturen im Tourismus auf, sagt Thomas Raue, Bürgermeister der Gemeinde Habichtswald.

Bad Emstal arbeitet bereits seit einigen Jahren mit den Nachbarn Edermünde, Gudensberg und Niedenstein in der TAG Habichtswald zusammen. Breuna, Zierenberg, Wolfhagen, Naumburg, Habichtswald und Schauenburg haben bislang auf eine touristische Struktur verzichtet - gemeinsam mit oben genannten Kommunen, der Stadt Baunatal und dem Zweckverband Naturpark Habichtswald denken sie über einen Zusammenschluss nach.

Ziel sei es, die touristischen Aufgaben zu bündeln und ein Handlungskonzept zu erarbeiten. Es gehe darum, bundesweit den Bekanntheitsgrad der Region zu erhöhen und die Menschen am Fremdenverkehr mehr teilhaben zu lassen.

Der Tourismus in Nordhessen habe einen starken Zulauf, sagt Raue. Als positives Beispiel nennt er den Habichtswaldsteig. Die Gastronomie entlang des Wanderweges verbuche Umsatzsteigerungen von bis zu 20 Prozent.

Etwa vier Vollzeitstellen müssten die Mitgliedskommunen finanzieren. Doch auch pro Rathaus der angehörigen Städte und Gemeinden werde das Arbeitsfeld Tourismus bis zu einer halben Stelle binden, so Raue. Das Jahresbudget wird auf etwa 300.000 Euro geschätzt.

Von Antje Thon

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare