Übung: Melsunger Wehren bekämpfen Waldbrand

Übung für den Notfall: Feuerwehren bekämpfen eine simluierten Waldbrand.

Kirchhof/Kehrenbach. Was am Freitagnachmittag zwischen Kirchhof, Kehrenbach und Günsterode angesichts des großen Feuerwehr-Aufgebotes wie eine Katastrophe aussah, war nur eine Übung. Ein simulierter Waldbrand war Ausgangspunkt.

Im Kirchhöfer Revier Am Schlossberg, nahe des Ars Natura, brennt der Wald auf einer Fläche von 1,5 Hektar. Das hatte man angenommen. Die Feuerwehren wussten davon nichts – die Übung war geheim gehalten worden. Es gab viele Anrufe und Autofahrer, die auf der Straße zwischen Kirchhof und Günsterode stoppten und besorgt nachfragten, was denn passiert sei.

Damit es möglichst realistisch aussah, hatte man in zwei Schuttmulden mitten im Wald tatsächlich Feuer gelegt. Um 16.18 Uhr heulten in Kirchhof, Kehrenbach und Günsterode die Sirenen. Dass zu dieser Tageszeit 39 Feuerwehrmänner ausrückten, bewertet der stellvertretende Stadtbrandinspektor Michael Iwanowski als sehr gut.

Nach sechs Minuten da

Schon sechs Minuten nach dem Alarm war Kehrenbach als erste Wehr zur Stelle. Bereits um 16.47 Uhr hatten die Feuerwehrleute am 397 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Brandherd Wasser. Eine gute Leistung, befand der Einsatzleiter. Die 4500 Liter aus dem Melsunger Tanklöschfahrzeug waren aber schon nach sechs Minuten alle.

Erst um 17.30 Uhr gab es „Nachschub“ über die Leitung aus den Hydranten am Rande der Straße Kirchhof-Günsterode. 1,5 Kilometer Schläuche mussten die Feuerwehrleute verlegen und dabei 147 Meter Höhenunterschied überwinden. Im Ernstfall hätte das zu lange gedauert. „Diese Zeit wäre zu verbessern durch eine Optimierung der Kommunikation zwischen Einsatzleitung und Einsatzkräften“, sagte Iwanowski im Gespräch mit der HNA.

Fotostrecke: Die Waldbrand-Übung

Übung: Melsunger Wehren bekämpfen Waldbrand

Im Ernstfall wären aber auch alle acht Melsunger Wehren mit etwa 65 Kräften zur Stelle gewesen. „Es hat gut geklappt“, lobte Iwanowski bei der Abschlussbesprechung im Feuerwehrhaus Kehrenbach den Ablauf. „Die Ruhe müssen wir beherzigen. In Hektik zu verfallen, wäre gerade im Wald fatal.“ Er dankte Hessen-Forst für die Zusammenarbeit.

Von Manfred Schaake

Quelle: HNA

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