Großauftrag für Diakom: Psychisch behinderte Menschen versenden NVV-Fahrpläne

Verteilt die Fahrpläne des NVV: Die Diakom in Zierenberg. Dem Beschäftigten Oliver Schröder (links) macht die Arbeit große Freude. NVV-Mitarbeiterin Pernilla Götze und Ulrich Reinhardt von der Diakom haben das Projekt gemeinsam entwickelt. Foto: Thon

Zierenberg. Die Zusammenarbeit zwischen dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) und der Diakom Zierenberg im vergangenen Jahr hat sich bewährt:

Erneut hat die Einrichtung der Baunataler Diakonie Kassel (bdks), die Menschen mit psychischen Behinderung einen Arbeitsplatz gibt, einen großen Auftrag erhalten. Bis Mitte Dezember werden die Beschäftigten mehr als eine Million Produkte des NVV verschicken. Bei den Artikeln handelt es sich um Linienfahrpläne, Karten und Info-Materialien rund um den neuen Fahrplan des NVV, der am 13. Dezember 2015 in Kraft tritt. Die Diakom in Zierenberg bietet Arbeitsplätze im Print- und Medienbereich. Arbeitsschwerpunkte sind die Umsetzung von Mailings, Digitaldruck, Verarbeitung, Verteilung und der Versand. Seit zehn Jahren arbeite ihr Unternehmen mit der Diakom zusammen, sagt Pernilla Götze, Projektleiterin aus dem Bereich Fahrgastinformation des NVV. Im vergangenen Jahr habe man für die Verteilung der Fahrpläne und Karten in ganz Nordhessen mit dem Zierenberger Partner ein Pilotprojekt gestartet und gute Erfahrungen gesammelt.

Die Herausforderung bei dem Auftrag bestehe darin, innerhalb kurzer Zeit eine hohe Stückzahl aus einer Auswahl von 330 verschiedenen Produkten zusammenzustellen und die 250 Vertriebsstellen von Willingen bis Eschwege und von Bad Karlshafen bis Schwalmstadt zu beliefern. Zur Arbeit gehöre auch, dass die Beschäftigten mit psychischem Handicap die Sendungen selbst zu den Rathäusern, Tourist-Informationen und Vorverkaufsstellen transportieren und ausliefern. In einigen Fällen werde aber auch ein Paketlieferdienst beauftragt, sagt Ulrich Reinhardt, der für die Diakom das Projekt begleitet.

Hilmar Ludwig, Geschäftsfeldleiter Handwerk & Medien bei der bdks, ist froh über das Angebot des NVV. Schließlich sei es schwierig, auf dem Markt Aufträge für die Klientel an Land zu ziehen, die etwas anspruchsvoller seien und die Beschäftigten forderten. Er hofft, dass weitere Unternehmen in der Region auf die Diakom aufmerksam werden und den Dienstleister engagieren wollen.

Der NVV denkt derzeit darüber nach, den Versand seiner Fahrpläne auch für die kommenden drei Jahre der Diakom in Zierenberg anzuvertrauen.

Quelle: HNA

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