Große Einigkeit zu Beginn

Fraktionen sagen Bürgermeister Unterstützung zu

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Hombergs künftiger Bürgermeister Dr. Nico Ritz.

Homberg. Der neue Homberger Bürgermeister Dr. Nico Ritz kann sich im Parlament - zumindest zu Beginn seiner Arbeit - auf eine breite Mehrheit stützen. Alle Fraktionen sagten ihm Unterstützung zu. SPD und CDU wollen künftig enger zusammenarbeiten. Das ergab eine Umfrage bei den Fraktionen.

Der neue Homberger Bürgermeister Dr. Nico Ritz kann sich im Parlament - zumindest zu Beginn seiner Arbeit - auf eine breite Mehrheit stützen. Alle Fraktionen sagten ihm Unterstützung zu. SPD und CDU wollen künftig enger zusammenarbeiten. Das ergab eine Umfrage bei den Fraktionen.

Sie erwarten vom neuen Bürgermeister allerdings Transparenz und Offenheit. und dass er sich die Unabhängigkeit bewahrt. Ritz war als unabhängiger Kandidat ins Rennen gegangen, wurde aber von der CDU unterstützt.

Geradezu euphorisch reagierte der SPD-Fraktionsvorsitzende Stefan Gerlach auf die Wahl von Dr. Nico Ritz. „Super! Ich bin begeistert. Das ist genau der richtige Bürgermeister für Homberg“, sagte er. SPD und CDU würden künftig stärker zusammenarbeiten. Gerlach: „In großen Fragen waren wir uns zuletzt ziemlich einig. Jetzt steht kein Bürgermeister mehr dazwischen.“ Das werde das Parlament wieder stark und handlungsfähig machen.

Dass die Homberger SPD gespalten sein könnte, weil sie mit ihrem Kandidaten Dr. Dr. Dr. Stefan Giebel eine herbe Niederlage einstecken musste, wies Gerlach zurück. Die Parteigremien hätten sich einmütig für Giebel ausgesprochen, und sie stünden auch geschlossen hinter dem Kurs, jetzt Dr. Nico Ritz zu unterstützen. „Wir dürfen nicht länger gegeneinander arbeiten, man muss ja nicht immer der gleichen Meinung sein“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Joachim Pauli zu einer engeren Zusammenarbeit mit der SPD. Nico Ritz habe von Anfang an betont, dass er sich nicht von einer Fraktion vereinnahmen lasse, auch nicht von der CDU. „Wir werden nicht versuchen, ihn in unser Lager zu ziehen. Er wird auch nicht in die Partei eintreten“, sagte Pauli.

Die FWG sei völlig offen und erwartungsvoll, was den neuen Bürgermeister angehe, erklärte Achim Jäger, der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler. „Wir wären die Letzten, die nicht mitarbeiten. Ritz hat einen fairen Wahlkampf geführt“, sagte er. Für die FWG war Markus Opitz zur Stichwahl angetreten. Der neue Bürgermeister werde spätestens im Herbst richtig gefordert, wenn der Haushalt 2015 aufgestellt werde. Da müssten alle zusammenarbeiten.

Im Sinne einer stärkeren Sachpolitik hält es auch FDP-Fraktionsvorsitzender Manfred Ripke für positiv, dass CDU und SPD zusammenarbeiten wollen. Die beiden großen Fraktionen hätten sich früher viel zu stark bekämpft. Die FDP halte Nico Ritz für fähig, wieder Ruhe in die politische Arbeit zu bringen, so Ripke. Wichtig sei, dass er seine Unabhängigkeit tasächlich wahre.

Das hatten auch die Grünen gefordert, die sich bereits am Montag geäußert und Nico Ritz ihre Unterstützung zugesichert hatten.

Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

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