Flugzeugabsturz bei Felsberg: Große Katastrophenschutzübung

Schwalm-Eder. Es war eine Katastrophe mit Ansage: Die Mitglieder der beteilgten Rettungsdienste wussten zwar von der Übung am Samstagvormittag, nicht aber worum es ging. Den Absturz eines Kleinflugzeuges, der zwei Einsatzorte zur Folge hatte, hatten sie jedenfalls noch nicht geübt.

Und auch nicht mit 460, zumeist unbekannten, Kollegen aus dem Schwalm-Eder-Kreis gleichzeitig. Das war auch für die Einsatzleitung neu.

Natürlich war kein Flugzeug tatsächlich abgestürzt, doch der Kreis-Pyrotechniker Lars Röse mimte mit Feuer, Rauch und Knalleffekten Brand und Explosion in der Industriehalle.

Artikel aktualisiert am 21.8. um 10 Uhr.

Gleich nebenan rangierte ein Feuerwehr-Lkw rückwärts ans vermeintliche Altersheim, um die Senioren über die Ladeplattform zu retten, die dann von Rotkreuz-Helfern versorgt wurden. Vor allem das Spektakel an der Mittelhöfer Straße wurde von zahlreichen Schaulustigen verfolgt.

Eineinhalb Kilometer weiter, in einem Nebengebäude der Domäne Mittelhof, lag Schauplatz Nummer zwei: Zwei schwer Verletzte, ein brennendes und verqualmtes Gebäude und unweit davon ein in Flammen stehendes Feld, so die Vorgabe. Das Problem hierbei: die Wasserversorgung. Der Helderbach gab nicht die erwartete Wassermenge her. Dafür sprudelte das Wasser umso kräftiger aus der Eder. Doch dafür musste eine 2,3 Kilometer lange Schlauchleitung über den Berg gelegt werden, was Zeit kostete.

Große Katastrophenschutzübung bei Felsberg

Nach gut drei Stunden war die Großübung beendet. Die detaillierte Auswertung für alle Beteiligten gibt es in zwei Wochen.

Mehr zum Thema am Montag in der gedruckten Ausgabe.

Quelle: HNA

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