Fast sakral: Samuel Harfst und Band gaben ein Konzert in der Marienkirche

Große Portion ehrlicher Musik

Tief in die Musik versunken: Samuel Hafers inmitten seiner Band und mit fast sakraler Stimmung in der Marienkirche. Dirk Menger am Piano und Robert Laupers am Saxophon. Foto: Thiery

Homberg. Er ist wahrlich ein Musiker der leisen Töne. Nach innen gerichtet, ganz in die Musik versunken und zurückhaltend. Das ist es, was der deutsche Musiker Samuel Harfst am Freitag in der Homberger Marienkirche mit seiner Band präsentierte.

Fast schon wie ein Gottesdienst mutete das Konzert an, in dem die Band auch Lieder ihrer neuesten CD „Schritt zurück“ vorstellten. Die Musiker gingen aus einer einstigen Straßenband hervor. Ihr Ziel sei es immer gewesen, Musik zu machen, sagte Harfst.

Ehemalige Straßenmusiker

Die Bandmitglieder gingen vor Jahren einen ungewissen Schritt hin zur Musik, erzählte er. Sie gaben ihr Studium auf und machten das, was sie wollten – einfach nur ihre Musik, spielten auf der Straße, waren auch in Australien unterwegs. Ganz konsequent. Und der Erfolg stellte sich ein. Harfst spielte unter anderem im Vorkonzert bei Whitney Houston. Seine Lieder sind bekannt. „Alles Gute zum Alltag“ war in den Charts.

Trotzdem merkte man am Freitag nichts von Starallüren. Die Jungs gesellten sich in der Pause zu den Fans und sprachen über mit ihnen am Verkaufstisch. Die Kirche war dann auch fast voll, viele Besucher waren darunter, die ihn schon mehrfach bei Konzerten in der Region sahen.

Wenn er von Journalisten immer wieder gefragt werde, wo er hin wolle, sei das für ihn nervig, erzählte er. Es sei ihm nicht wichtig, schnelle Autos zu fahren oder mit Promis zusammen zu sein. Wo er wirklich hin wolle, das sei ganz einfach. Da wo die Musik ist.

Christliche geprägte Musik

Wieder ein Beweis für seine Bescheidenheit. Obwohl er mit seiner Band mittlerweile bekannt ist, bleibt er am Boden und versenkt sich in Laute und Töne. Und wirkt dabei wie ein ganz normaler, eher etwas zurück haltender junger Mann. Hafers betont immer wieder, dass seine Musik auch christlich geprägt sei.

Er sang auch von Abschied und machte dabei den Trennungsschmerz spürbar. Auch solche Textpassagen, wie „geboren in Freiheit“, erzählten vom Leben. Leider war die Akustik in der Marienkirche nicht so gut, so dass man die Texte nicht immer verstehen konnte.

Einer der Höhepunkte war das „Amazing Grazie“, und der Klassiker „Grazie no Sunshine“. Dazu überraschte Dirk Menger am Piano mit einer eigenen, auch schon fast klassisch anmutenden, Komposition. Ein weiterer Beweis für viel ehrliche Musik.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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