HNA-Interview: Silbermond-Sängerin Stefanie freut sich aufs Konzert in Frielendorf

Große Stars am Silbersee

Deutsche Band: von links Schlagzeuger Andreas Nowak, Sängerin Stefanie Kloß, Gitarrist Thomas Stolle und Bassist Johannes Stollen sind die Musikgruppe Silbermond. Sie spielen am Freitag ein privates Konzert am Silbersee. Foto: dpa

Frielendorf. Sie ist Gesicht einer der bekanntesten deutschen Band: Stefanie Kloß steht seit zehn Jahren am Mikrofon von Silbermond. Im Interview spricht sie über die Aufregung vor dem kleinen Konzert am Silbersee.

Was ist aufregender? In einer großen Halle oder am Silbersee vor 20 Leuten zu spielen?

Stefanie Kloß: Ich glaube, sowohl große als auch kleine Konzerte haben eine ganz besondere Magie. Wir mögen das bei kleinen Konzerten, wenn die Leute direkt vor uns stehen. So haben wir angefangen, und das ist natürlich immer toll. Aber es hat auch etwas, wenn 10 000 Leute unsere Songs mitsingen.

Bei kleinen Konzerten seht ihr eher die Gesichter der Menschen. Ist es da schon vorgekommen, dass jemand gegähnt hat?

Kloss: Wir sehen schon, ob die Leute einen anstrengenden Tag hatten oder ob sie gerührt sind und weinen. Klar, hat da auch schon mal einer gegähnt und den habe ich dann einfach angesprochen. Ich finde das schön, wenn solche Situationen entstehen. Dann kann man mit den Fans ein bisschen kommunizieren.

Ihr habt vor ein paar Tagen in Dresden am Elbufer gespielt und nun wieder am See. Seid ihr nah am Wasser gebaut?

Kloss: Das ist zufällig, dass jetzt wieder Wasser mit im Spiel ist. Wir kommen aus Sachsen, und für uns war das schon immer ein kleiner, geheimer Kindheitstraum. Wir haben da früher auch Konzerte gesehen, und jetzt durften wir da auftreten. Ich finde es aber auch sehr schön, jetzt im Sommer an einem See Musik zu machen.

Ihr seid seit rund acht Jahren erfolgreich. Wie macht ihr das, dass Silbermond immer noch nach Silbermond klingt?

Kloss: Kein Ahnung. Wir gehen immer nach unserem Bauchgefühl, und das haben wir jetzt auch bei der vierten Platte wieder gemacht. Wir schreiben immer gerade das auf, wovon wir denken, das sind wir, und das finden wir gut. Dann merken die Leute, dass man es ehrlich meint und ihnen nichts vorspielt.

Euer Kleidungsstil ist in den ganzen Jahren ähnlich geblieben. Warum trägt Du immer schwarz?

Kloss: Ich mache immer das, was mein Bauch mir sagt. Auch bei den Klamotten.

Das neue Album „Himmel auf“ verkauft sich bis jetzt eher mäßig. Wo seht ihr den Grund dafür?

Kloß: Wir sind eigentlich total zufrieden mit der neuen Platte. Aber es ist gerade sehr viel los da draußen. Bands wie die Toten Hosen und Unheilig sind unterwegs. Die Leute haben einfach ganz viele Möglichkeiten, Musik zu hören und auch zu kaufen. Aber auch die Art Musik zu hören, hat sich verändert. Heute muss man keine Platte mehr kaufen, sondern kann Musik im Internet hören.

Du bist ein Teil des Band-Paares: Führen Turteleien zwischen Dir und Thomas zu Unmut im Tourbus?

Kloss: Es hat sich nicht viel verändert, und die anderen beiden kommen super damit klar. Wir kennen uns in- und auswendig.

Eine HNA-Leserin hat bei Facebook gefragt, wo man Euch privat treffen kann.

Kloss: Momentan sind wir viel im Studio und haben viel zu tun, man kann uns überall in Deutschland erwischen. Aber wenn wir in Berlin sind, haben wir unserer Lieblingsplätze wie eine Pizzeria auf der Schönhäuser Allee oder den Park in Friedrichshain.

Wie werdet Ihr in Eurer Heimatstadt Bautzen aufgenommen?

Kloss: Die Leute in Bautzen kennen uns schon als wir noch eine ganz, ganz kleine Band waren. Für die gehören wir einfach dazu.

Ihr seid mittlerweile alte Hasen im Musikgeschäft. Ihr fördert auch neue Bands. Wie sieht diese Unterstützung aus?

Kloss: Wir haben selbst gemerkt, wie schwierige es als junge Band war, an Auftritte zu kommen. Seit der ersten Tour nehmen wir in jeder Stadt eine Band mit. Die Musiker können dann vor Publikum zeigen, wer sie sind. Denn die meisten wissen gar nicht, dass sie tolle Bands in ihrem Umfeld haben.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare