Große Veränderungen in der Wolfhager Altstadt

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Bewegung in der Wolfhager Altstadt: von links Andrea Mehl, Susanne Alte-Bornholt, Margot und Saskia Drebes im Haus an der Mittelstraße 35. Dort entstehen derzeit vier barrierefreie Wohnungen, wenn der geplante Fahrstuhl genehmigt wird. Wenn nicht, werden die Wohnungen aber zumindest altengerecht.

Wolfhagen. In der Wolfhager Altstadt gab es wieder viel Bewegung: Drei Einzelhändler in der Schützeberger und Mittelstraße schlossen kürzlich ihre Pforten.

Allerdings gibt es auch einige Neuansiedlungen, sagt Bauamtsleiter Michael Joost.

Bestes Beispiel dafür sind die Familie Baur und Mehl. Renate und Hermann Baur haben 200.000 Euro in ihr Haus an der Schützeberger Straße 33 investiert, um drei barrierearme Wohnungen und einen Fahrstuhl zu integrieren. Das Gebäude stammt aus dem 13. Jahrhundert. Dafür nutzten Baurs auch das Förderprogramm der Stadt und erhielten einen Bescheid über einen Zuschuss in Höhe von 20.000 Euro, allerdings sei die Abschlussrechnung noch nicht erfolgt, sagt Vanessa Kleinert vom Kasseler Planungsbüro ANP, welches das Förderprogramm der Stadt Wolfhagen begleitet. Auch die Investoren-Gemeinschaft um Andrea Mehl erhielt einen Förderbescheid über 20.000 Euro.

Für vier altengerechte Wohnungen an der Mittelstraße 35 will die Gemeinschaft bis zu 300.000 Euro investieren. Ebenfalls im Konzept beinhaltet ist ein Fahrstuhl, auf deren Genehmigung man aber noch warte, sagt Andrea Mehl. Fluktuation auch beim Einzelhandel: Juwelier Holger Elsner wird seine bisherigen Geschäftsräume erweitern und in die freigewordenen Flächen des Lebensmittelmarktes nebenan an der Schützeberger Straße beziehen. Dort wird der 52-jährige ein größeres Angebot auf 140 statt bisher 40 Quadratmetern vorhalten.

Der Schreibwarenhandel Seidler hingegen verkleinerte seine Flächen und zog drei Häuser weiter an die Hausnummer 33 der Einkaufsstraße. Man sei weiter mitten im Prozess, die Belebung der Kernstadt durch das Programm „Aktive Kernbereiche“ voranzutreiben, sagt Joost zur Fluktuation in der Altstadt.

Hintergrund:

Fünf private Bau-Maßnahmen wurden bisher im Zuge des städtischen Förderprogrammes bewilligt, eine davon sei bereits abgeschlossen, sagt Michael Joost. Die Gesamtinvestitionssumme der erbrachten Eigenleistungen liege bei „enormen 650.000 Euro“, sagte Joost weiter.

Es sei noch Geld im Fördertopf, für das aktuelle Jahr sei im Haushalt der Stadt ein Betrag von 80 000 Euro veranschlagt. Die Laufzeit des Förderprogrammes gehe bis Ende 2017, Anträge müssten aber bis zur Jahreshälfte 2017 eingegangen seien, ergänzt Vanessa Kleinert vom Planungsbüro ANP. Inzwischen genieße das Programm Vorbildcharakter für andere Kommunen, sagte Joost.

Von Nicolai Ulbrich

Quelle: HNA

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