Große Wiener Charme: Jubelnder Applaus beim Neujahrskonzert der VR-Bank Schwalm-Eder

Große Besetzung, große Unterhaltung: Die Ungarische Kammerphilharmonie gab am Samstagnachmittag die Neujahrskonzerte der VR-Bank Schwalm-Eder in der Homberger Stadthalle, am Abend war es auch in der Fritzlarer Stadthalle zu hören. Fotos:  Dürr

Homberg/Fritzlar. Jubelnder Applaus füllte die Stadthalle am Samstagnachmittag, als das Neujahrskonzert der VR-Bank Schwalm-Eder in Homberg zu Ende ging. Die Ungarische Kammerphilharmonie mit Leiter Antal Barnás spielte sich mit Melodien von Johann Strauß, Astor Piazzolla, Georges Bizet und Antonin Dvorak in die Herzen der Zuhörer.

„Wir haben ein turbulentes Jahr in der Finanzwelt hinter uns,“ sagte Vorstandsmitglied Stefan Kördel in der Begrüßung. „Da tut es gut, mit bekannter Musik in das neue Jahr zu gehen.“

Das Orchester versteht es, den Charme der Wiener mit dem Feuer der ungarischen Musik nuancenreich zu verschmelzen. Und auch die Gesangssolisten Katerina Beranova (Sopran) und Claus Durstewitz (Tenor) sangen und spielten, dass es eine helle Freude war. Nach der Ouvertüre zu „Eine Nacht in Venedig“ von Johann Strauß stellte sich Beranova mit der Arie „O luce di quest‘anima“ aus Gaetano Donizettis „Linda die Chamoniux“ vor.

Mit großem, aber stets perlando klingendem Sopran und charmantem Spiel begeisterte sie die Besucher, und da gab es schon den ersten frenetischen Applaus. Es folgte „Granada“ von Augustin Lara, interpretiert von Durstewitz. Sein schöner, klangvoller Tenor gepaart mit Eleganz trifft stets den Geschmack der Zuhörer, und es dauerte nicht lange, da sangen sie beim Refrain mit. Es folgten so bekannte Arien wie „Il Bacio“(Sopran) von Luigi Arditi oder „Komm, Zigány!“ (Tenor) von Emmerich Kálmán. Zum Nachspiel derMelodie holte sich Durstewitz zwei Männer aus der ersten Reihe und tanzte mit ihnen.

Das Ehepaar Durstewitz/Beranova glänzte auch in Duetten aus „La Traviata“ von Giuseppe Verdi und aus „Das Land des Lächelns“ von Franz Lehár. Sie verschmelzen mit ihren Stimmen zu einer einzigartigen Homogenität, und das Orchester spielte dem Gesang hingegeben, jede Regung der Solisten aufnehmend. Es war zu hören, dass Orchester und Solisten oft miteinander musizieren. Dirigent Barnás führte durch das Programm und erzählte dabei einige Anekdoten aus dem Dirigentenleben Als Zugabe traten Durstewitz und Beranova noch einmal auf die Bühne.

Von Agnes Dürr

Quelle: HNA

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