240 Feuerwehrleute im Einsatz

Millionenschaden bei Brand in Fabrik - Tatverdächtiger gefasst

Kirchhain. Vermutlich war es Brandstiftung: Die Polizei hat am Sonntag einen jungen Mann festgenommen, der im Verdacht steht, das Feuer in der Marburger Tapetenfabrik in Kirchhain gelegt zu haben. Der mutmaßliche Brandstifter soll nun in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden.

Aktualisiert am 25.3.2013 um 18 Uhr

„Wir gehen derzeit von einer möglichen psychischen Erkrankung aus“, sagte eine Sprecherin der Marburger Staatsanwaltschaft. Ein Haftrichter ordnete die Unterbringung des Tatverdächtigen in einem Krankenhaus an. Laut Polizeibericht hatte der 21-Jährige aus Gießen versucht, am Sonntag gegen 14 Uhr in einen Lebenmittelmarkt in Amöneburg (Landkreis Marburg-Biedenkopf) einzubrechen.

Der Marktleiter war zufällig im Geschäft und stellte den Mann. Ihm gegenüber gab der 21-Jährige zu, das Feuer in Kirchhain gelegt zu haben. Der Brand war am Sonntag im Keller der Fabrik ausgebrochen. 200 Feuerwehrleute waren im Einsatz, einer wurde bei den Löscharbeiten verletzt. Die Fabrik gilt nach dem Feuer als einsturzgefährdet. Die enorme Hitze habe die gesamte Statik beschädigt, sagte ein Sprecher der Polizei. Wegen gefährlichen Qualms mussten drei Mehrfamilienhäuser evakuiert werden. „Dies wurde aber nur aus Sicherheitsgründen veranlasst“, erklärte ein Sprecher der Feuerwehr. Den Schaden beziffert die Polizei mit einer hohen sechs bis siebenstelligen Summe. (cls/dpa)

Bilder vom Brandort

Brand in Kirchhainer Fabrik

dpa/lhe

Quelle: HNA

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