Balken verursachte starke Verrauchung

Großeinsatz der Feuerwehr wegen Schwelbrand in Heina

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Heina. Was am Nachmittag wie ein Schornsteinbrand ausgesehen hatte, entpuppte sich in einem Haus in Heina am Montagabend als massiver Schwelbrand. Die Feuerwehr war im Großeinsatz.

Die Bewohner hatten - nachdem der Schornsteinfeger am Nachmittag die Heizungsanlage nach einem Feuerwehreinsatz wieder freigegeben und auch die Brandwache die Einsatzstelle verlassen hatte - die Zentralheizung im Keller wieder in Betrieb genommen. Kurz darauf war wieder starker Rauchgeruch in dem Fachwerkhaus wahrnehmbar. Wenige Minuten später waren beide bewohnten Etagen total verraucht. Wie die Bewohner sagten, war die Verrauchung am Abend viel stärker als am Nachmittag. Auch aus dem Fußboden drang dichter Qualm.

Kurz vor 22.30 Uhr wurde die Feuerwehr wieder alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte in der Straße Zum Spielplatz drang dichter Rauch aus dem Dach und den Fenstern des Gebäudes. Die Ursache war zunächst nicht feststellbar.

Gemeindebrandinspektor Thomas Deist ließ, nachdem er die Lage erkundet und festgestellt hatte, dass nur mit Atemschutz gearbeitet werden konnte, alle Wehren der Gemeinde Morschen alarmieren. Insgesamt waren 67 Einsatzkräfte aus sechs Wehren in Heina. Zusätzlich war auch Kreisbrandmeister Frank Nuhn vom Brandschutzaufsichtsdienst des Schwalm-Eder-Kreises und eine Streife der Polizeiwache Melsungen vor Ort.

Die intensive Kontrolle in den Räumen brachte schließlich Erfolg: Ein Balken im Fußboden der ersten Etage schwelte. Durch Hohlräume, der in Trockenbauweise errichteten Verkleidung des Schornsteins, die sich über alle Etagen hinzog, war der Rauch auch in die anderen Etagen gezogen und hatte hier für die Verrauchung gesorgt.

Die Feuerwehr öffnete mit einer Kettensäge den Fußboden und entfernte den schwelenden Balken. Auch die umliegenden Teile der Isolierung, auf die der Schwelbrand schon übergegriffen hatte, wurden mit Schuttmulden ins Freie gebracht und dort abgelöscht. Der gesamte betroffene Bereich wurde mit der Wärmebildkamera überprüft.

Für die meisten Feuerwehrleute endete der Einsatz erst weit nach Mitternacht. Eine Brandwache verblieb bis Dienstagmorgen an der Einsatzstelle. Zur Höhe des bei dem Schwelbrand entstandenen Schadens konnten noch keine Angaben gemacht werden.

Quelle: HNA

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