Straßenbau in Naumburg: Umleitungsstrecke ist gut 30 Kilometer lang

Großer Bogen um die Stadt

Naumburg. Von Naumburgs südlichem Ortseingang bis zum nördlichen ist es eigentlich ein Katzensprung. Seit die Ortsdurchfahrt, die Straße Im Hain, wegen Bauarbeiten gesperrt ist, kann die Tour vom einem Ende der Kleinstadt zum anderen eine Dimension annehmen, die man nur von ausgewachsenen Metropolen kennt.

Die Umleitung, die das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) hat ausschildern lassen, führt von Elbenberg nach Merxhausen, dort auf die Bundesstraße 450 und weiter über Balhorn nach Istha auf die B 251, von dort weiter über Bründersen und Ippinghausen nach Naumburg. Auf dieser Route sind es von der Fritzlarer Straße bis zur Bahnhofstraße gute 30 Kilometer.

Ein Schildbürgerstreich? Ganz und gar nicht, versichert ASV-Sprecher Reinhold Rehbein. Die Sperrung der Ortsdurchfahrt habe eine Umleitung erforderlich gemacht, vor allem für den Schwerverkehr. Den durch Wohngebiete zu leiten, sei für die Anwohner nicht zumutbar. Rehbein räumt ein, dass die Lösung „sehr weiträumig“ angelegt sei, aber betont auch: „Näher geht es kaum.“

Von Balhorn über Altenstädt nach Naumburg wäre erheblich kürzer. Das weiß auch das ASV, sagt Rehbein. Allerdings werde in knapp vier Wochen mit der „grundhaften Erneuerung“ der Ortsdurchfahrt in Altenstädt begonnen. Dann ist die Strecke ebenfalls dicht, man hätte spätestens dann die großräumige Variante ausweisen müssen. Das zusätzliche Ausschildern hätte Extra-Kosten verursacht - laut Rehbein 4000 bis 5000 Euro.

Die Strecke sei „mit allen maßgeblichen Behörden abgestimmt“, Polizei, Landkreis, Stadt Naumburg, den Verkehrsbetrieben. Für die Naumburger und die Ortskundigen, das weiß man auch beim ASV, spielt die große Umleitungsstrecke sowieso keine Rolle. Die wissen, wie man trotz Sperrung auf kürzestem Weg vom einen zum anderen Ende der Stadt kommt. Voraussichtlich Anfang November ist die Ortsdurchfahrt in Naumburg wieder frei.

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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