Nur zwei hessische Preisträger

Großer Mittelstandspreis für Schuhtechnikfirma Schott

Erfolg mit maßgefertigten Sandalen aus Homberg: Markus Schott von der Firma „My Vale“. Foto: Dittrich

Homberg. Große Ehre für die Homberger Orthopädie-Schuhtechnikfirma Schott. Am Samstagabend erhielt der Betrieb in Würzburg den großen Preis des Mittelstandes, der von der Oskar-Patzelt-Stiftung verliehen wird.

Für den Bereich Hessen ist Schott einer von nur zwei Preisträgern, nominiert waren hessenweit 301 Betriebe, bundesweit nahmen 4555 Firmen am Wettbewerb teil.

Damit setzt sich der Erfolg der Firma Schott und ihres innovativen Produkts „My Vale“ fort. Dabei handelt es sich um eine besondere Zehen-Sandale, für die sich Firmeninhaber Markus Schott bei australischen Surfern inspirieren ließ, die solche Sandalen trugen. Doch der Schuh sollte nicht nur gut aussehen, sondern auch Halt bieten. Schott entwickelte ein Konzept zur Maßanfertigung der Sohlen.

Eine wichtige Rolle bei der Vermarktung spielte von Anfang an das Internet. Über die My-Vale-Seite fordern Kunden eine spezielle Box mit einer Masse an, in der sie ihre Fußabdrücke hinterlassen und diese wieder an die Firma schicken. Per 3D-Scanner und einer computergesteuerten Fräse wird das individuelle Fußbett angefertigt. In Handarbeit werden die Komponenten zusammengesetzt, dann wird die Sandale verschickt.

Bei der Gestaltung ihrer Schuhe haben die Kunden über die Internetseite der Homberger Firma eine große Auswahl an Designs, Farben und Accessoires, etwa ein rotes Lederherz für die Gamaschen.

Die Sandalen aus der Kreisstadt sind längst über Deutschland hinaus bekannt, so hat etwa Oscar-Preisträger Russell Crowe Sandalen in Homberg geordert und wurde damit in 2012 in Beverly Hills fotografiert.

„Wir sind komplett überrascht“, sagte Rolf Schott, der den Preis für seinen Bruder Markus entgegen nahm. Eine Rolle bei dem Erfolg des Unternehmens habe wohl auch die Berichterstattung in der HNA gespielt, glaubt er. Im Jahr 2009 war My Vale im HNA-Wirtschaftsteil vorgestellt worden. „Das hat viel losgetreten“, sagte Schott.

Die Traditionsfirma, Orthopädietechnik Schott besteht seit 1888, ist mit dem Sandalen-Erfolg gewachsen, von einstmals vier Mitarbeitern auf mittlerweile stolze 25.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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