Computerfans kamen in der Melsunger Kulturfabrik zusammen

Größte Lan-Party Nordhessens: Treffen der Netzfreunde

Akteure und Organisatoren: Oben von links David Justo, Marvin Feldmeier und Alexander van der Poel, unten das Organisationsteam. Fotos:  Becker

Melsungen. Seit fünf Jahren ist Melsungen eine gute Adresse für Fans von Computerspielen. Am Wochenende bot das elfköpfige Organisationsteam um Oliver Berge in der Kulturfabrik die größte Netzwerkparty in Nordhessen: die Melsunger Paradox-Lan.

Annähernd 100 Computerfans waren gekommen. Ihre Finger flogen förmlich über die Tastaturen der Rechner, ihre Augen schauten konzentriert in Monitore. So versetzten sie sich rein virtuell in Rennfahrer, Polizisten, Terroristen und Genies - und simulierten am Rechner, was im richtigen Leben keinem einfiele: Maschinengewehre anzulegen, Bomben zu entschärfen oder wie wild durch einen Parcours zu rasen.

Auf zwei Leinwänden konnten Besucher wie Teilnehmer die Spiele verfolgen. Auch sonst war für Geselligkeit einiges im Programm: Bei den Spielturnieren gab es Preise zu gewinnen, beispielsweise Tastaturen und Mäuse für die Rechner. In einer Konsolen-Lounge hieß es sich entspannen.

„Ich habe noch nie eine so durchgestylte Netzwerkparty gesehen, einfach super organisiert“, sagte Teilnehmer Felix Langefeld. Der 24-Jährige schätzt es, mit anderen sein Hobby zu teilen und nicht allein vor einem Rechner zu sitzen.

Familiäre Atmosphäre

„Einige nahmen sogar weite Wege auf sich, nur um hier zu spielen“, sagte Organisationsmitglied Raoul Willmann. Die Veranstalter hätten sich die Jugendförderung zum Ziel gesetzt. Das Festival verbinde Menschen mit gleichen Interessen. Selbst Spieler aus der Schweiz oder aus Bayern ließen sich die familiäre Atmosphäre nicht entgehen. Viele hätten sich bislang nur aus der virtuellen Welt gekannt.

Die Veranstalter hatten in der Kulturfabrik einige Meisterleistungen zu vollbringen. So war ein neues Strom- und Netzwerksystem erforderlich, um die zahlreichen Teilnehmer miteinander zu verbinden. 36 bis 38 Stunden waren sie nach eigenen Angaben auf den Beinen, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen: „Da bleibt keine Zeit für Schlaf“, sagte Oliver Berge. Hinzu kommt: Viel Zeit zum Ausruhen ist für die Turnierveranstalter nicht drin. Denn im kommenden Monat beginnt für die Veranstalter schon die Planung für die nächste Netzwerkparty.

www.paradoxlan.de

Von Lars Becker

Quelle: HNA

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