Flammen zerstören Textilfabrik in Alsfeld

Großfeuer in Alsfeld: Flammen zerstören Textilfabrik

Alsfeld. Seit 5 Uhr früh am Mittwoch brennt in der Alsfelder Innenstadt die ehemalige Kleiderfabrik Bücking. Feuerwehrleute aus der gesamten Umgebung nahmen den Kampf gegen die mehrere hundert Meter breite Flammenfront auf.

Beim Eintreffen der Wehr Alsfeld brannte die Halle bereits vollständig. Innerhalb kürzester Zeit hatte sich das Feuer bis an die Hauptstraße (Bundesstraße 62) durchgefressen. Die Einfallstraße aus Richtung Stadtallendorf war den ganzen Tag bis in die Abendstunden unpassierbar, die Polizei sperrte die Straße und leitete den Verkehr weiträumig um.

Am schwersten betroffen ist von dem Feuer eine Lagerhalle, in der auch Brandbeschleuniger wie Spiritus und Grillanzünder gelagert wurden. Wie Geschäftsführer Daniel Ritter (Alsfelder Kleiderwerke) erklärte, ist noch nicht abzusehen, wie der Geschäftsbetrieb zum weiter gehen kann. Unter hohem körperlichem Einsatz haben die Einsatzkräfte wenigstens die Firmencomputer sicherstellen können.

Dichter schwarzer Rauch stand unterdessen stundenlang und kilometerweit sichtbar über der Stadt im Vogelsbergkreis. Starker Wind trug dazu bei, dass sich die Flammen rasend schnell ausbreiteten. Den Feuerwehren blieb nur, ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude zu verhindern. Dazu wurden an mehreren Stellen so genannte Riegelstellungen aufgebaut. Die Löschwasserversorgung war teilweise nur über eine lange Wegstrecke quer durch die historische Altstadt möglich, dazu wurden Pumpstationen aufgebaut.

Über die Brandursache ist bislang nichts bekannt. Neben den Feuerwehren aus Alsfeld und den Stadtteilen waren Wehren aus Lauterbach, Homberg (Ohm), Kirtrof sowie die Werksfeuerwehr vom Süßwarenhersteller Ferrero aus Stadtallendorf zum Einsatzort gerufen worden. Auch Rettungswagen, DRK und das Technische Hilfswerk waren zur Unterstützung und Absicherung der Einsatzkräfte vor Ort.

Fotos vom Einsatzort

Feuer zerstört Textilfabrik in Alsfeld

Die Löscharbeiten dauerten den ganzen Tag über an. Menschen wurden nicht verletzt. Möglicherweise geht der Schaden in die Millionen. (TV News-Hessen/cls/aqu)

Quelle: HNA

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