Kunst und Kultur sind gute Standort-Faktoren

Carin Grudda vor einer ihrer Skulpturen

Gudensberg. Mit Kunst fängt man Menschen: Diese Hoffnung hat sich in Gudensberg erfüllt. Das kleine Städtchen lockte mit einem ganz besonderen kulturellen Programm im eigens ausgerufenen „Grudda-Jahr“ 2013 mehr als 7000 Besucher an.

Zehn Wochen lang dominierten die großformatigen Skulpturen der Künstlerin Carin Grudda den öffentlichen Raum. 100 Führungen luden in den Kunstparcours ein, viele Einwohner und Gäste wurden selbst kreativ.

Carin Grudda vor einer ihrer Skulpturen

Für Gudensbergs Bürgermeister Frank Börner hat sich der Aufwand an Personal und Geld auf jeden Fall gelohnt. „Kunst und Kultur sind inzwischen zu einem wichtigen Standortfaktor für uns geworden“, bilanziert er. Beide Bereiche seien für das positive Image der Stadt sehr wertvoll, Gudensberg werde durch sie eindeutig attraktiver.

Viele Neubürger würden sich gerade durch die vielen kulturellen Angebote in Gudensberg wohlfühlen, sagt Börner. Dieses Wohlfühlklima sei aber gerade auch wichtig für Bauträger, Gewerbebetriebe und Investoren, ohne die sich die Stadt nicht weiterentwickeln werde.

Dank des Kunstparcours, der die Besucher bewusst in den Altstadtbereich mit seinen Fachwerkhäusern, Gassen und Treppen geführt hat, hätten viele zum ersten Mal die schönsten Seiten Gudensbergs, die wahre Schatztruhe der Stadt, kennengelernt, betont Börner. Und: „Etliche von ihnen wären ohne die Ausstellung gar nicht nach Gudensberg gekommen.“ Insgesamt sei die Innenstadt während des Sommers merklich belebt worden, Geschäftsleute und Gastronomen hätten das ebenfalls bemerkt.

Der Bürgermeister ist sicher, dass Kunst und Kultur Teil der nachhaltigen Strategie zur Stadtentwicklung bleiben werden. Der Erfolg der Ausstellung mache Mut, auch künftig außergewöhnliche Projekte anzugehen.

Mit einem großen Finale wird die Grudda-Ausstellung „Tra i Mondi - Zwischen den Welten“ am Sonntag, 27. Oktober, offiziell beendet. Dann endet auch das Engagement vieler ehrenamtlicher Helfer, die sich als Kunstführer hatten ausbilden lassen und die Besucher durch den Kunstparcours führten. Zusätzlich fielen allein für die Betreuung der Ausstellungsräume etwa 576 Arbeitsstunden an.

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Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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