Grüne, FWG und Linke kritisieren: A49 ist teurer Wahlkampf

Schwalm-Eder. Von den Grünen, den Freien Wählern (FWG) und den Linken im Schwalm-Eder-Kreis kommt heftige Kritik am Spatenstich zum Weiterbau der A 49 und dessen Inszenierung.

Alle drei Kreisverbände der Parteien kritisieren, dass Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) die A 49 als Wahlveranstaltung nutze.

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„Dieser Spatenstich, 13 Tage vor der Kommunalwahl ist eine teure Wahlkampfveranstaltung von CDU und FDP“, sagte Jochen Böhme-Gingold, Kreisvorsitzender der Linkspartei. Sowohl Grüne, FWG als auch Linke beklagen, dass es weder eine vollständige Planung noch Finanzierung des Bauvorhabens gebe. Es sei völlig unklar, ob es jemals einen Anschluss an die A 5 geben werde. Minister Posch, der das nötige Geld „irgendwie besorgen“ wolle, glaube wohl selber nicht mehr an einen Anschluss, heißt es bei den Linken. Ähnlich äußerte sich die FWG: „Offenkundig gibt es bei der Finanzierung selbst des kleinen Teilstücks nach Treysa bislang erhebliche Finanzierungsvorbehalte des Bundes.“ Das allein vier Jahre für den Bau des Frankenhainer Tunnels veranschlagt würden, sei ein Zeichen dafür, dass wohl danach das Geld fehle.

Während die FWG den A 49-Weiterbau als „bitter nötig“ bezeichnet, werde dieser nach den Worten der Grünen über viele Jahre die Verkehrslärmbelastung der Bewohner drastisch erhöhen, ohne dass sie einen wirtschaftlichen Nutzen daraus ziehen könnten. „Dieser Spatenstich ist ein Stich ins Herz der Schwälmer Heimat“, sagte der für Fragen des Straßenbaus zuständige Grüne-Landtagsabgeordnete Frank Kaufmann. Wenn Posch die A 49 als eine der wichtigen Nord-Süd-Achsen bezeichne, dann zeige dies, dass es der Wille der Landesregierung sei, dass der europäische Güterfernverkehr zukünftig durch das Schwalmtal donnern soll.

Spatenstich für A49-Weiterbau bis Treysa

Für die Treysaerin Heidemarie Scheuch-Paschkewitz, Landesvorsitzende der Linken, löse ein Weiterbau bis Schwalmstadt nicht die Probleme der Anwohner der B 3. Der Transitverkehr auf den umliegenden Bundesstraßen werde zunehmen. Die Forderung nach Ortsumgehungen sei deshalb weiterhin berechtigt.

Auch die Grünen sind für einen Ausbau der Ortsumgehungen. So könnten die Menschen von Verkehrslärm und Emissionen entlastet werden. Auf die A 49 solle in Zeiten leerer Kassen verzichtet werden“, sagte Dr. Bettina Hoffmann, Sprecherin des Grünen-Kreisverbandes. (bal)

Quelle: HNA

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