A 49: Grüne warnen vor hoher Belastung

Edermünde. Wenn die A 49 wie geplant bis zum Anschluss an die A 5 fertig gebaut wird, dann wäre das „der Untergang für die Edermünder, vor allem im Ortsteil Holzhausen/Hahn“: Davon sind die B90/Grünen aus Edermünde überzeugt.

Und deshalb wollen sie in der nächsten Gemeindevertreter-Sitzung für die Verabschiedung einer Resolution gegen den Weiterbau der A 49 eintreten. „Unser Appell richtet sich an die mit dem Verfahren befassten Politiker und Entscheidungsträger in den Behörden und Verwaltungen“, schreibt die Partei in einer Pressemitteilung.

Da zurzeit die Koalitionsverhandlungen auf Landes- und Bundesebene liefen, müsste man jetzt als Gemeinde deutlich machen, was wir befürchten, erläutert Grünen-Gemeindevertreter Oliver Steyer. Schon heute belaste der bestehende Autobahnabschnitt die Anwohner in Holzhausen in einem nicht hinnehmbaren Ausmaß, Proteste seien hinlänglich bekannt, heißt es weiter. Mit dem Anschluss an die A 5 werde die A 49 zu einer Transitstrecke, insbesondere für den Lkw-Verkehr. Nicht nur die Verkürzung der Nord-Süd-Strecke, auch das Umfahren der Steigungsstrecken südlich von Kassel bis Alsfeld werde eine Verlagerung des Schwerlastverkehrs von der A 7 auf die A 49 zur Folge haben, befürchten die Grünen. Folgen der Zunahme des Verkehrs sind, so die Umweltpartei, immer mehr Lärm, Einschränkung der Lebensqualität und in der Perspektive der Ausbau der Autobahn von heute zwei auf dann drei Spuren.

Mit einem Ausbau der Infrastruktur für den Schwerlastverkehr entlang der A 49 durch etwa einen Autohof werde auch der Verkehr durch den Ortsteil Grifte zunehmen. Schon heute verdeutliche das „Wilde Parken“ von Lkw entlang des Lidl-Verteilzentrums den Bedarf an Park- und Rastflächen. „Der demografische Wandel und die zunehmende Belastung späterer Generationen für die Instandhaltung der Infrastruktur sollte zum Verzicht auf unnötige Autobahnkilometer führen“, heißt es abschließend. (ula)

Quelle: HNA

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