Leerstehendes Bahnhofsgebäude soll für Investoren attraktiv werden

Das Tor zur Stadt: Nach dem Wunsch der Grünen sollte der Wolfhager Bahnhof in die Förderprogramm Aktive Kernbereiche aufgenommen werden. Foto:  Norbert Müller/Archiv

Wolfhagen. Die Wolfhager Grünen bleiben hartnäckig. Sie haben sich vorgenommen, das seit Jahren leerstehende Wolfhager Bahnhofsgebäude aus seinem „Dornröschenschlaf zu wecken“, wie es Grünen-Fraktionsvorsitzender Peter Kranz während der jüngsten Wolfhager Stadtverordnetensitzung formulierte.

Dabei wirbt man intensiv um die Unterstützung der übrigen Parlamentarier.

Bündnis 90/Die Grünen hatten zur Sitzung einen Antrag eingebracht, der zum Ziel hat, das Förderprogramm der Aktiven Kernbereiche auf den Bahnhof auszuweiten. Mit der Aufnahme des Bahnhofsgebäudes in das Programm, so Kranz, solle potenziellen Investoren signalisiert werden, „dass sie die anfängliche Last zur Herrichtung des historischen Bahnhofsgebäudes nicht alleine tragen müssen“. Ideal wäre nach Ansicht der Grünen ein Ablauf nach dem Vorbild des früheren Wolfhager Amtsgerichts, das von einem Investor übernommen wurde und nun für dessen Zwecke – in diesem Fall werden Behinderte dort ein neue Zuhause finden – umgebaut wird.

Der Nahverkehr, gerade die Schienenverbindung nach Kassel und Korbach, sei ein wichtiger Faktor für die weitere Entwicklung Wolfhagens. Und damit komme auch dem Bahnhof eine besondere Bedeutung zu.

In seinem jetzigen Zustand sei der Bahnhof allerdings kein Anziehungspunkt für Reisende. Die Versorgungssituation am Bahnhof sei schlecht, das hätten gerade die vergangenen kalten Tage gezeigt. Kranz: „Reisende möchten warm und trocken auf ihren Zug warten und eine Bewirtungseinrichtung sowie eine Toilette vorfinden.“ Und wenn dann auch noch ein Fahrkartenverkauf „mit Fahrrad- und Autovermietung“ sowie sichere Einstellmöglichkeiten für private Fahrräder angeboten würde, dann, so der Grüne, „ist es ein wirkliches Tor zur Innenstadt“.

Nach Ansicht seiner Fraktion könnte der Bahnhof sich zu einer „zentralen Verteilstation für Touristen“ entwickeln, die sich ab Wolfhagen auf die verschiedenen Wander- und Radwege begeben wollen. Als gelungenes Beispiel nannte Kranz den Bahnhof in Volkmarsen.

Eine Entscheidung gab es während der Parlamentssitzung noch nicht, auf Vorschlag von Stadtverordnetenvorsteher Werner Kunz wurde der Antrag zu weiteren Beratung an die Ausschüsse überwiesen. (nom)

Quelle: HNA

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