Thema Windkraft in Wolfhagen und Bad Arolsen

Grüner Kranz sieht sich bestätigt

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Peter Kranz

Bad Arolsen/Wolfhagen. Die Aufklärungsarbeit der Bad Arolser Bürgerinitiative gegen den Bau der Windkraftanlagen (WKA) in einem wertvollen Waldgebiet habe sich gelohnt, so Peter Kranz, Stadtverordneter der Wolfhager Grünen.

„Die Politiker haben zugesagt, dieses eindeutige Bürgervotum des Bürgerentscheides bei ihrer Entscheidung zu berücksichtigen“, heißt es in einer Pressemiteilung von Kranz. Das Bürgerbegehren war gescheitert, dennoch hatten sich über 3000 Bad Arolser dafür ausgesprochen, die Windkraftpläne aufzugeben.

Mit diesem Ergebnis werde das hartnäckiges Nein von Kranz zum Wolfhager Projekt Rödeser Berg zwischen Nothfelden und Niederelsungen bestätigt, so der Bündnisgrüne. Auch in Wolfhagen hätten sich bereits vor zwei Jahren innerhalb weniger Tage über 2000 Menschen per Unterschrift gegen den Bau ausgesprochen.

„Fünf Windkraftanlagen nur des Profits wegen im Naturpark Habichtswald auf dem Rödeser Berg zu bauen, verstößt unter anderem gegen das Baugesetzbuch und die Vorgaben des Regionalplans“, so Kranz. Die Modernisierung der elf Windkraftanlagen in Istha/Bründersen bringe Wolfhagen „schneller und effektiver zum Ziel, den Strom selber zu erzeugen“.

Unterstützt werde er durch die Messdaten der Windkraftanlagen in Istha/Bründersen, so Kranz. Die Übersicht über alle Erneuerbare-Energien-Anlagen für 2009 finde man auf der Homepage des Regierungspräsidiums (RP). Da das RP „leider keine getrennte Auswertung der Leistungswerte für Emstal und Wolfhagen vorgenommen hat“, habe er dies anhand der offiziellen Referenzwerte der Windkraftanlagen (WKA) vorgenommen und in Bezug auf die großen Emstaler Anlagen gesetzt, heißt es weiter. Danach erzeugten die elf Wolfhager 9,6 Mio. KW/h.

Modernisierung reicht

Im Vergleich dazu lagen laut Kranz die sechs Emstaler-WKA bei 14,9 Mio. KW/h. Die großen Emstaler-WKA sollen laut Herstellers, der Firma Enercon, pro Anlage im Durchschnitt 3,5 Mio. kW/h erzeugen. Modernisiere man die elf kleinen Wolfhager Anlagen auf das Niveau der auf dem Rödeser Berg geplanten WKA, so Kranz, „steigen die Erträge von 9,6 Mio. kW/h auf bis zu 48 Mio. kW/h. Das entspricht einer Steigerung von über 38 Mio. kW/h.“ Kranz: „Zum Vergleich: Die fünf zum Teil auf privaten Grundstücken geplanten Anlagen auf dem Rödeser Berg sollen im Durchschnitt circa 20 bis 25 Mio. kW/h Strom liefern.“

Die im Kreis Kassel geplante Steigerung des Stromanteils aus Erneuerbaren Energien sei allein durch die Modernisierung vorhandener Anlagen erreichbar. (awe)

Quelle: HNA

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