Zuschlag für Bau der barrierefreien Wohnanlage

Ehlen. Ältere Menschen in der Gemeinde Habichtswald können sich freuen. Am Mittwochabend haben die Gemeindevertreter den Weg frei gemacht für die neue Wohnanlage mit dem Konzept 50plus.

Auf dem ehemaligen Bauhofgrundstück in Ehlen wird der Anbieter PBS Planen Bauen Schaub/Penkhues Architekten 15 barrierefreie und altersgerechte Eigentumswohnungen in verschiedenen Größen und ein Gemeinschaftsraum mit Teeküche errichten. In ein bis anderthalb Jahren sollen die ersten Wohnungen bezugsfertig sein.

„Wir wollen, dass die älteren Mitbürger auch bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit in unserer Gemeinde wohnen bleiben können.“

„Mit der Wohnanlage können wir einen wichtigen Beitrag zur wohnortnahen Versorgung leisten. Wir wollen, dass die älteren Mitbürger auch bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit in unserer Gemeinde wohnen bleiben können“, sagte Bürgermeister Thomas Raue. In den vergangenen Monaten hatten sich 46 Kauf- und Mietinteressenten im Rathaus für das Projekt registrieren lassen. Dieses große Interesse zeige, dass das Wohn- und Betreuungskonzept angenommen werde.

Neben dem Ehlener Büro PBS hatten sich noch die Firmen STH, Proplan und BLG gemeinsam um die Bauträgerschaft beworben. Wie Petra Voss von der SPD-Fraktion sagte, habe deren Bewerbung mehrere Kriterien nicht erfüllt. So sei der von ihnen vorgeschlagene Gebäudekomplex mit über 15 Metern Höhe zu wuchtig gewesen, er habe sich zu sehr vom öffentlichen Raum abgegrenzt. Minuspunkte gab es in den Ausschüssen auch für die Parkplatzsituation – zu eng und nicht seniorengerecht, hieß es.

Gleiche Voraussetzungen

Andreas Heerdt von der CDU-Fraktion kritisierte den Entscheidungsprozess. Das Angebot der Firmen STH, Proplan und BLG sei zu schnell vom Tisch gefegt worden. Man habe den Eindruck gewinnen können, deren Angebot habe einzig eine Alibifunktion gehabt. Dem widersprach Projektentwickler Heinrich Bambey am Mittwochabend entschieden. Alle Bewerber um das Projekt hätten die gleichen Voraussetzungen gehabt. Von ursprünglich fünf Anbietern seien am Ende zwei übrig geblieben und von diesen beiden habe der Vorschlag von PBS am stärksten überzeugt.

Die Wohnanlage wird aus 15 barrierefreien Eigentumswohnungen bestehen, die zwischen 55 und 78 Quadratmetern groß sein werden. Den Bewohnern werden auf Wunsch ambulante und hauswirtschaftliche Dienstleistungen angeboten – eine Antwort auf die steigende Zahl hilfsbedürftiger Menschen. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) übernimmt die Betreuungsträgerschaft und wird in der Wohnanlage ein Büro einrichten. Einen entsprechenden Beschluss fassten die Abgeordneten einstimmig. Eine Begleiterin der ASB Sozialstation Wolfhager Land wird die Bewohner bei der Alltagsbewältigung unterstützen, damit sie auch im Alter ein selbstständiges Leben führen können.

Von Antje Thon

Quelle: HNA

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