Gemeindevertreter tagten

Grünes Licht für Feuerwehr-Neubau in Körle

Körle. Die Feuerwehren Körle und Wagenfurth sollen zusammengelegt und ein neues Feuerwehrhaus in Körle gebaut werden.

Die Weichen für einen Neubau stellten die Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung, indem sie den Bedarfs- und Entwicklungsplan für den Brandschutz einstimmig beschlossen. Der Plan sieht einen Neubau auf dem gemeindeeigenen Grundstück gegenüber des Multifunktionsplatzes unterhalb der Seniorenhäuser vor.

In den kommenden Jahren müssen die Wehren zwei Löschfahrzeuge ersetzen (HNA berichtete). Die neuen Fahrzeuge sind größer, der vorhandene Stellplatz würde nicht ausreichen. In Wagenfurth hatte der Technische Prüfdienst bereits 2008 auf die engen Räume hingewiesen und weitere Mängel festgestellt. Zur Debatte stand nun, ob ans Feuerwehrhaus in Körle angebaut wird oder ein Neubau entstehen soll. Die Kosten für einen Anbau würden bei etwa 1,6 Millionen Euro liegen, die für einen Neubau bei 1,9 Millionen Euro. „Ein Neubau hat sich als beste Lösung herausgestellt“, sagte Bürgermeister Mario Gerhold. Es handele sich inklusive der Beschaffung der neuen Fahrzeuge um die größte Investition der Gemeinde in den vergangenen Jahrzehnten. „Sicherheit kostet aber nunmal Geld.“

Michael Oetzel (SPD) betonte, dass die Körler Wehr durch einen Neubau nicht nur auf dem neuesten Stand wäre, sondern damit sei sie auch für die Zukunft gewappnet. Ein An- oder Umbau wäre zwar 300 000 Euro günstiger, aber der Neubau biete mehr Vorteile. Zum Beispiel würden mehr Parkplätze zur Verfügung stehen und der Multifunktionsplatz könne erhalten werden.

Die CDU-Fraktion stimmte dem Entwicklungsplan zwar zu, aber es gab auch Kritik. „Wir haben in der Vergangenheit schon viele negative Erfahrungen mit Bauprojekten gemacht, die am Ende viel teurer geworden sind, als geplant“, sagte Michael Greiner (CDU). Bevor die CDU einer Investition von 2,5 Millionen Euro endgültig beschließt, müsse zunächst ein detaillierter Kostenplan vorliegen. „Wie sollen wir über eine Investition von 2,5 Millionen abstimmen, wenn wir nicht mal genau wissen, wohin wieviel Geld fließt?“ Gerhold sagte, dass er die Kritik nicht nachvollziehen könnte. „Die Kosten waren schon lange bekannt.“ Irgendwann müsse man doch auch mal zu einem Ergebnis kommen. Auch im Haupt- und Finanzausschuss habe niemand bezweifelt, dass ein Neubau die beste Lösung ist.

Der Bedarfs- und Entwicklungsplan hat zwar das Ziel, das ein neues Feuerwehrhaus gebaut wird, über die Investition müssen die Gemeindevertreter aber noch gesondert abstimmen. „Die Weichen sind jetzt aber erstmal gestellt“, sagte der Bürgermeister gegenüber der HNA.

Die Verabschiedung des Plans ist Voraussetzung, um Fördergeld beim Land zu beantragen. 

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Archivfoto: Feaux de La

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