Grundstücksverkauf an Hünerkopf aufgeschoben

Neukirchen. Die knapp 13.000 Quadratmeter am Neukirchener Urbach, auf denen ein gehobener Wohnmobilhafen entstehen soll, werden nicht kurzfristig an den Investor Klaus Hünerkopf verkauft.

Quer durch die Fraktionen fand damit FDP-Fraktionschef Helmut Reich Gehör in der jüngsten Sitzung des Neukirchener Stadtparlamentes.

Reich lobte die Initiative des Neukirchener Unternehmers, doch gebe es noch eine Reihe von Unklarheiten, so dass mit dem Verkaufsbeschluss bis zur schriftlichen Fixierung der Vereinbarungen gewartet werden solle. Als Beispiel nannte Reich die Kostenübernahme für die Straßenreparatur. Das Thema Wohnmobilplatz sei erst seit Kurzem auf dem Tisch, und es habe geheißen, Hünerkopf wolle über Jahre zunächst pachten. Die Eile finde er überstürzt.

Bürgermeister Klemens Olbrich signalisierte hingegen Enttäuschung. Das Thema sei in zwei Ausschusssitzungen erschöpfend behandelt worden, der Investor wolle einfach Rechtssicherheit für sein Projekt und habe im Gegenzug hinreichend Zusagen gegeben, zum Beispiel die Straßensanierung durch eine Fachfirma. Auch Erster Stadtrat Gerd Höfer (SPD) warb für den sofortigen Vertragsschluss: "Alle Bedenken sind ausgeräumt, Sie können mit gutem Gewissen beschließen."

In der Abstimmung sammelte Reich dennoch elf Stimmen für einen Aufschub, sieben Stadtverordnete enthielten sich, lediglich acht stimmten gegen Reichs Antrag.

Wie berichtet, will Klaus Hünerkopf den ersten Abschnitt des Wohnmobilparks zur kommenden Saison in Betrieb nehmen.

Das langgestreckte Grünareal am Urbach nicht weit von der Stadtmitte sollte einst ein Ferienhausgebiet werden. Das Grundstück ist bereits erschlossen, es soll Platz für 45 Wohnmobile bieten, ein Servicegebäude mit Entsorgungsstation, Sanitärbereich, Frischwasserversorgung und Gemeinschaftsraum gehört auch dazu.

Experten schätzen, dass ein solches Vorhaben über 300.000 Euro kosten kann. Für den Quadratmeter Grund soll Hünerkopf der Stadt einen Euro zahlen. (aqu)

Quelle: HNA

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