In Gudensberg fand eine Fackelwanderung mit einer Märchenerzählerin statt

Mal gruselig, mal zauberhaft

Im Schein der Fackeln: Kirsten Stein (rechts) erzählte in Gudensberg Märchen. Foto: Eberlein

Gudensberg. Mit einer Geschichte von der nackten Wahrheit, die auf das Märchen traf und sich von da an in dessen Kleider hüllte, begann die Sagenhafte Fackelwanderung in und um Gudensberg.

Eine große Portion Märchen begegnete dann auch den 70 Teilnehmern, die sich im Stadtpark versammelt hatten. Kirsten Stein führte die jüngeren und älteren Wanderer durch die Stadt, an so manch unheimlichen und verwunschenen Ort und machte immer wieder Station, um Geschichten zu erzählen.

Stopp am Friedhof

Ein bisschen gruselig wurde es gleich beim ersten Stopp auf dem alten Friedhof. Zwischen erhabenen Grabsteinen aus vergangenen Jahrhunderten erzählte Stein eine unheimliche Geschichte aus Irland.

Bevor es weiterging, entzündeten die Zuhörer in der fortschreitenden Dämmerung ihre Fackeln und zogen prozessionsgleich aus der Stadt aufs offene Feld. Von „Einem der wenig und viel zugleich hatte“ hörten sie dort zwischen leise säuselnden Bäumen und im Winde flackernden Flammen.

Diese zauberhafte Stimmung begleitete den Zug weiter den Schlossberg hinauf zur Wenigenburg. Von der Anhöhe aus bot sich ein wunderbarer Blick über die erleuchtete Altstadt. Vor dieser Kulisse berichtete die Märchenerzählerin vom „Teufel mit den drei goldenen Haaren“. Das Ende dieser Geschichte verkündete sie schließlich im Gewölbe des Käsekellers, wo die Wanderung nach gut zwei Stunden ihr Ende nahm. Zum Abschied gab es tatsächlich noch ein paar Käsespieße als Zehrung für den Heimweg.

Die Teilnehmer waren angetan von diesem sagenhaften Jahresauftakt, denn das Märchen geht weiter in Gudensberg. Einheimische und Besucher können sich auf märchenhafte Kulturangebote freuen. Ein Höhepunkt wird der Märchentag auf der Freilichtbühne im Juli sein, verkündete Elke Michel-Elbe von der Stadtverwaltung Gudensberg. (zen)

Quelle: HNA

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