Stadt Gudensberg verdoppelt Anzahl der Krippen-Plätze bis 2014

+
Alles für die Kinder: Gudensberg erweitert Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahre. Das Bild entstand in der Kita Kastanienweg.

Gudensberg. Die Stadt Gudensberg rüstet ihre Kindergartenplätze auf. Die Stadtverordneten beschlossen am Donnerstag einstimmig, dass die Zahl der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren bis 2014 verdoppelt werden soll.

Derzeit gibt es 40 solcher Plätze. Bis zum kommenden Jahr kommen 23 dazu und 2014 weitere 17. Die Anmeldungen für U3-Kinder seien hoch und ab dem kommenden Jahr bestehe für Eltern ein Rechtsanspruch, sagte Birgit Kepper von der SPD-Fraktion. Dieser könne bei einer Betreuungsquote von 35 Prozent erfüllt werden, hatte die Bundesregierung vorgerechnet.

Gudensberg hätte im kommenden Jahr ein Quote von 33 Prozent und im Jahr 2014 eine von 39 Prozent – derzeit liege sie bei 26 Prozent. Diese Ressourcen würden dringend benötigt, sagte Kepper weiter. Denn in Gudensberg steige die Geburtenrate kontinuierlich an. Wurden 2010 69 Kinder geboren, werden es in diesem Jahr etwa 80 sein. Hinzukomme, dass alle Bauplätze im neuen Baugebiet bereits verkauft seien.

Dort sollen die Plätze geschaffen werden: • In der Kindertagesstätte Regenbogen geht es los. Dort wird zum nächsten Kindergartenjahr ein Anbau gebaut, der zehn Krippenplätze und eine altersübergreifende Gruppe mit sieben Plätzen (für Kinder ab einem Jahr) beherbergen soll. Eine weitere Gruppe soll für Kinder unter drei Jahren geöffnet werden. So werden am Standort insgesamt 23 Plätze geschaffen. • In der Kindertagesstätte Sonnenstrahl sollen zum 1. August 2014 die Räume so umgebaut werden, dass dort ebenfalls zehn neue Krippenplätze geschaffen werden können. Zusätzlich sollen in einer altersübergreifenden Gruppe sieben weitere Plätze entstehen.

Für die Planung der Um- beziehungsweise Neubauten stellt die Stadt 35 000 Euro zur Verfügung. Außerdem soll der Magistrat mit dem Schwalm-Eder-Kreis Verhandlungen über die Bereitstellung von Grundstücken führen.

Die Stadt hofft, bei den Kosten aus dem Förderprogramm von Bund und Land zum Ausbau der U3-Versorgung bezuschusst zu werden. Die genauen Kosten für die Arbeiten werden erst Ende des Jahres vorliegen.

Mit dem Umbau sei es aber nicht getan, sagte Birgit Kepper: Für die neue Betreuungsform solle ein neues pädagogisches Konzept erarbeitet werden. Angedacht sei, an jedem Standort eine Mittags- und Ganztagsbetreuung bis in den Abend hinein zu gewährleisten. Es gelte, die Familienfreundlichkeit weiter auszubauen.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare