Gudensberger Profi-Athlet versteht Anabolika-Missbrauch nicht

Gudensberg/Kassel. Es war ein großer Fund: Zollfahnder ließen neun mutmaßliche Anabolika-Händler aus Stadt und Landkreis Kassel auffliegen. Matthias Botthof, der wohl erfolgreichste Bodybuilder der Region, warnt vor den Risiken von Anabolika.

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Anabolika-Händler aus Stadt und Kreis Kassel aufgeflogen

Matthias Botthof gilt als erfolgreichster Bodybuilder der Region. Der 41-jährige Gudensberger (Schwalm-Eder-Kreis) hatte sich 2012 für den weltweit höchstdotierten Bodybuilder-Wettkampf von Arnold Schwarzenegger, die Arnold Classics, qualifiziert. Den Anabolikakonsum durch Hobbysportler könne er nicht verstehen, kommentiert er den aufgeflogenen illegalen Handel in Stadt und Kreis Kassel.

Im HNA-Gespräch sagt Botthof: „Diejenigen, die meinen, mit Zaubermitteln ihre Figur verbessern zu können, die werden eines Besseren belehrt. Es macht keinen Sinn, dass Hobby- und Breitensportler Anabolika nehmen, nur um sich in der Disko zu präsentieren. Dafür sind die gesundheitlichen Risiken einfach zu groß. Das sollte man sich gut überlegen.“

Mancher erhoffe sich Wunder von den Substanzen zum Muskelaufbau. „Der Schaden ist aber größer als der Nutzen.“ Keinesfalls ersetze die Einnahme solcher Mittel das Training und die richtige Ernährung.

Anders als bei Hobbysportlern sei der Missbrauch im Wettkampf- und Leistungssport zumindest nachvollziehbar. „Die Anforderungen sind dort so hoch, dass es kaum noch möglich ist, ohne die Hilfe von Medizinern Erfolge zu haben. Wir wollen nur noch Topleute und Spitzenleistungen sehen. Wir wollen sehen, wie ein Mann 300 Kilo über seinen Kopf stemmt.“

Botthof spricht von einem „Teufelskreis“, in dem mancher Profisportler stecke. „Ich glaube, es gibt keinen Profisportler, der gern dopt.“ (bal)

Quelle: HNA

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