Neue Attraktion geplant

Gudensberger Freizeitpark wird erweitert: Golfen mit dem Fußball

Der Gudensberger Golfpark will aufrüsten: Geschäftsführer Dennis Hilgenberg (links) will in Richtung Obervorschütz eine Anlage für Fußballgolf bauen. Diese Trendsportart, die in Nordhessen noch nirgendwo gespielt werden kann, ähnelt dem Minigolf, nur dass ein Fußball per Schuss über 50 bis 200 Meter lange Bahnen in deutlich größere Löcher gekickt werden muss (kleines Foto). Fotos: ula/dpa 

Der Golfpark in Gudensberg will seine Erfolgsgeschichte fortschreiben: Zum Neun-Loch-Golfplatz für Jedermann mit Indoor-Trainingsanlage und zur Spielgolfanlage soll sich Fußball-Golf gesellen.

Dazu wird der Platz auf dem früheren Ziegelei-Gelände in Richtung Obervorschütz vergrößert.

Die planerischen und rechtlichen Dinge sind geklärt: Die Gudensberger Stadtverordneten stimmten am Donnerstag bei zwei Enthaltungen den Plänen zu. Auflagen sind etwa der Bau eines Lärmschutzwalls und das Verbot einer Flutlichtanlage im Bereich der neuen Fußballgolf-Anlage.

Bedenken besprochen

Bedenken des Modellflieger-Clubs Obervorschütz, dessen Gelände an den Golfpark grenzt, seien gemeinsam besprochen worden, sagte Bauausschuss-Vorsitzender Dirk Schütz am Donnerstag. Sollte es künftig Probleme für die Modellflieger geben, werde die Stadt ihnen bei der Suche nach einem neuen Gelände helfen.

„Fußballgolf, das ist wie Minigolf auf langen Bahnen, mit großen Hindernissen und Löchern, so groß wie ein Speisfass, in die der Ball rein muss“, erklärt Dennis Hilgenberg. Er leitet den Golfpark seit 2015 und möchte mit der neuen Anlage ein zusätzliches Alleinstellungsmerkmal des Parks schaffen. Denn: „Fußball-Golfen kann man bisher weit und breit nirgends“, sagt er.

Dass es Spaß macht, einen ganz normalen Fußball über einen minigolf-ähnlichen Parcours zu treiben und in den entsprechenden Löchern zu versenken, hat er selbst schon ausprobiert. Er ist überzeugt: „Dieser Freizeitsport wird viele Freunde finden und zu einer touristischen Attraktion werden.“

Zum Konzept des Golfparks passe es ohnehin. Schließlich habe sein Schwiegervater, Hans-Wilhelm Kleppe, das Unternehmen auch als Freizeitanlage für jedermann mit der Möglichkeit zum Golfspielen konzipiert. Elitärer Golfsport, der auf bestimmte Personen beschränkt ist, das war nie die Zielgruppe für den Golfpark. Vielmehr sei es immer darum gegangen, den Sport allen zugänglich zu machen und zusätzlich noch Freizeitbeschäftigungen anzubieten, etwa mit der Spielgolf-Anlage.

Die neue Anlage soll oberhalb des jetzigen Spielgolfplatzes beginnen und dann in Richtung Obervorschütz führen. Die Erschließung werde von der Ziegelei aus passieren, kein zusätzlicher Verkehr die Ortslage berühren.

Insgesamt soll eine Summe im höheren fünfstelligen Bereich investiert werden. Eine Spezialfirma baut die neue Anlage, die etwa 13 000 Quadratmeter groß sein wird.

Seit 2006 in Betrieb

Der Golfpark Gudensberg wurde 2006 eröffnet. Das Konzept wurde mehrfach ausgezeichnet. Das Unternehmen ist ein Familienbetrieb und beschäftigt heute 13 Mitarbeiter, Jahrespraktikanten der Fachoberschule und bildet Golflehrer aus. Vorbildlich ist auch die Jugendarbeit: Mit den umliegenden Schulen wird seit einigen Jahren erfolgreich kooperiert.

Quelle: HNA

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