Gudensberger Quartier: Hier sind alle willkommen

Sie heißen alle willkommen: von links Wilko Vöge, Dorothea Hamacher und Jochem Hamacher. Foto: Laumann

Gudensberg. Ihre Botschaft ist klar: In Gudensberg sind alle willkommen - unabhängig von Nationalität, Hautfarbe oder Glauben.

„Wir möchten, dass sich die Menschen gerne hier niederlassen“, sagt Dorothea Hamacher. Mit gut 20 weiteren Ehrenamtlichen hat sie im Quartier den Arbeitskreis Willkommen gegründet. Und der hat in den nächsten Monaten einiges vor.

„Als erstes wollen wir Deutschkurse einrichten“, erklärte Dorothea Hamacher am Montag bei der Vorstellung. Zwei ehemalige Lehrer hätten sich bereit erklärt, Unterricht zu geben. Das Angebot richte sich nicht nur an die zehn Flüchtlinge, die derzeit in Gudensberg leben. Jeder, der Deutsch lernen möchte, ist eingeladen.

Alle zwei Wochen soll es einen Kaffeenachmittag im Quartier geben. Hilfe anbieten, Hilfe annehmen und sich gegenseitig kennenlernen. Darum geht es bei dem Treff, der als feste Anlaufstelle dienen soll. Dorothea Hamacher hofft, dass davon alle profitieren. „Wir wollen etwas von den anderen Kulturen mitbekommen. Es lernen also beide Seiten.“ Startschuss für den Kaffeenachmittag ist am Samstag, 11. Juli, um 15 Uhr. Alle Gudensberger sind dazu eingeladen.

Auch die Unterbringung von Flüchtlingen ist ein Thema des Arbeitskreises. Dorothea Hamacher und ihre Mitstreiter wollen die leerstehenden Wohnungen in den Ortsteilen nutzen. „Wir sehen aber auch, dass sich Menschen davor fürchten, Flüchtlinge ins Haus zu holen“, erklärt sie. Diese Sorgen wollen die Ehrenamtlichen den Vermietern nehmen. Sie sehen sich als Vermieterberater und wollen beide Seiten zusammenbringen. „Für ein harmonisches Zusammenleben“, wie Dorothea Hamacher betont.

Als „Zukunftsmusik“ beschreibt Jochem Hamacher weiterreichende Pläne. Er möchte mit den Betrieben in Gudensberg ins Gespräch kommen und den Flüchtlingen Jobs vermitteln.

„Es gibt einige große Herausforderungen“, fasst Jochem Hamacher die anstehenden Aufgaben zusammen. Aber es seien Herausforderungen, „die wir gerne annehmen“. Und: Gudensberg steht damit nicht alleine da. Die Ehrenamtlichen suchen daher den Austausch mit anderen Initiativen.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare