Vor allem Platz für neue Urnengräber wird benötigt – Friedhof ist ausreichend groß

Gutachten lobt die Anlage

Eine besondere Anlage: In einem neuen Gutachten wird der Friedhof etwa für seine Symmetrieachsen und die Terrassierungen gewürdigt. Das Terrassengräberfeld an der Liegnitzer Straße wird ab nächstem Jahr neu belegt. Fotos:  Quehl

Treysa. Wegen der notwendigen Erschließung eines neuen Gräberfeldes auf dem Treysaer Friedhof gab es einen Ortstermin und im Anschluss ein Gutachten einer Expertin der Kasseler Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal (Kassel) – und das fiel über Erwarten positiv aus.

Dagmar Kuhle nennt den Friedhof nicht nur ausreichend groß, sondern er stelle sich an vielen Punkten als sehr gepflegt dar (Bereich Kapelle, Lapidarium [ Sammlung von Steinwerken, etwa Skulpturen und Grabsteine], Rahmenpflege). Eine Anregung der Expertin betrifft den Hauptweg des Friedhofs: Hier sei ein Belag aus Pflaster oder wassergebundener Decke ausreichend und der Atmosphäre des Friedhofs zuträglicher als Asphalt.

Denkmal für Vertriebene

Das Denkmal für die Vertriebenen einschließlich der Treppenanlage wird in heutiger Größe und Gestaltung sogar als bemerkenswertes Zeitdokument und erhaltenswert eingestuft. Es wird empfohlen, mit dem Bund der Vertriebenen (BdV) Kontakt aufzunehmen und gemeinsam nach Möglichkeiten des Erhalts zu suchen.

Bürgermeister Dr. Näser zeigte sich überrascht über so viel Lob, zumal es auch immer wieder Kritik an der Pflege der Anlage gebe. Die Expertin habe die Symmetrieachsen der Anlage und die Denkmalbereiche als besonders herausgestellt.

Das Terrassenfeld N an der Liegnitzer Straße werde ab dem nächsten Frühjahr erschlossen, wobei die unteren Bereiche wegen des Grundwasserspiegels als Urnengräber verwendet werden, berichtete Näser.

• angelegt wurde der Friedhof um 1900, er umfasst 4,5 Hektar

• aktuell sind etwa 60 Prozent der Begräbnisse Urnenbeisetzungen, 40 Prozent Körperbestattungen

• das Gelände ist eine in Terrassen unterteilte Hanglage, „die Terrassierung und Erschließung mit den Treppen stellt eine architektonisch wirkungsvolle Struktur für den umgebenden Friedhofsbereich dar“. (aqu)

Quelle: HNA

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