Mit guten Ideen zu Geld kommen

Region Casseler Bergland will sich erneut für EU-Förderprogramm bewerben

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Attraktive Projekte im Chattengau: Aus dem Topf des EU-Programms für den ländlichen Raum kam Geld zum Beispiel für den Eco-Pfad in Kirchberg (links), die Gudensberger Märchenbühne (Mitte) und das Backhaus in Holzhausen/Hahn (rechts). Für den neuen Förderzeitraum 2014 bis 2020 bewerben sich die Region Casseler Bergland (dazu gehört der Chattengau) und die „KulturLandschaft HessenSpitze“ (westliche und nördliche Gemeinden des Landkreises Kassel).

Niedenstein/Edermünde/Gudensberg. Das Jugendhaus in Kirchberg, die Märchenbühne in Gudensberg, das Backhaus in Holzhausen/Hahn: Alles wichtige, teils wegweisende Projekte in den drei Gemeinden des Chattengaus, die von der Europäischen Union (EU) gefördert wurden und die Region aufgewertet haben.

3,2 Millionen Euro von der EU und vom Land Hessen flossen in zahlreiche Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von zehn Millionen Euro. Gefördert wurden Existenzgründungen und Betriebserweiterungen, aber auch soziale und kulturgeschichtliche Einrichtungen sowie touristische Projekte.

Für das neue EU-Förderprogramm, das 2014 startet, wollen sich die drei Chattengau-Gemeinden gemeinsam mit der Region Casseler Bergland erneut bewerben. Um erfolgreich in den Wettbewerb mit anderen hessischen Regionen um die Förderung gehen zu können, werden vor allem Ideen und die Mitwirkung von Menschen aus den Vereinen und Verbänden, aus Politik und Kirche gesucht.

Auch künftig wird die Palette der Themen und Ideen zur regionalen Entwicklung breit gefächert sein. Sie wird sich drehen um • die medizinische Versorgung auf dem Land, • Kultur, Leerstand, Einkaufsmöglichkeiten, • die Aufrechterhaltung von Bädern und anderen Freizeiteinrichtungen oder • Fragen rund um das Ehrenamt.

Ebenfalls werden Projekte aus den Bereichen Tourismus, Vereinsentwicklung, demografischer Wandel, regionale Wirtschaft und soziale Infrastruktur zur Debatte stehen.

Für eine erfolgreiche Bewerbung als Förderregion sind viele interessierte Menschennötig, die bei der Erarbeitung von regionalen Entwicklungskonzepten helfen. Eine unabhängige Jury wird ab September 2014 die für eine Förderung vorgesehenen Regionen auswählen.

Eröffnung in Baunatal

In einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung eröffnen die beiden Regionen Casseler Bergland und „KulturLandschaft HessenSpitze“ am Montag, 17. März, ab 18.30 Uhr in der Stadthalle Baunatal das Bewerbungsverfahren. An dem Abend geht es um die Eckpunkte der Bewerbung, aber auch eine erste Sammlung möglicher Themenschwerpunkte. Außerdem besteht die Möglichkeit, eigene Ideen, Anregungen und Projekte einzubringen.

Nach der Auftaktveranstaltung wird es weitere Workshops geben, bei denen regionale Entwicklungskonzepte zur Diskussion stehen. Die Termine: • Auftaktveranstaltung für beide Regionen am Montag, 17. März, 18.30 bis 21.30 Uhr, Stadthalle Baunatal; • Workshop I, Casseler Bergland, Donnerstag, 10. April, 18.30 bis 21.30 Uhr, Bürgerhaus Lohfelden; • Workshop II, Casseler Bergland, Montag, 19. Mai, 18.30 bis 21.30 Uhr, Stadthalle Baunatal; • Abschlusspräsentation Casseler Bergland: Dienstag, 8. Juli, 18.30 bis 21.30 Uhr, Bürgerhaus Dennhausen-Dittershausen (Fuldabrück).

Aus organisatorischen Gründen wird für die Workshops um Anmeldung bis zum 10. März gebeten: Region Kassel-Land, Tel. 05692/987-3260, Fax 05692/987-3261, info@region-kassel-land.de.

Zum Casseler Bergland gehören: Edermünde, Gudensberg, Niedenstein (Schwalm-Eder-Kreis), Bad Emstal, Baunatal, Fuldabrück, Helsa, Kaufungen, Lohfelden, Nieste, Niestetal, Schauenburg und Söhrewald (Landkreis Kassel).

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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