Konrektor Reinhard Freund verlässt die Osterbachschule

+
Tschüss und auf Wiedersehen: Reinhard Freund, Konrektor der Osterbachschule, wird heute in den Ruhestand verabschiedet.

Homberg. Reinhard Freund macht seinem Namen alle Ehre: „Ich wollte immer der Freund der Kinder sein“, sagt er und setzt das gleich um.

Im Flur ruft er der Klasse den nächsten Termin zu, kümmert sich um einen aufgeregten Schüler und hat schon den nächsten Termin – die Vergabe der Urkunden der Bundesjugendspiele – im Kopf. Das ist Schulalltag, wie er für den Konrektor der Osterbachschule am Freitag enden wird. Er geht in die passive Phase der Altersteilzeit.

38 Jahre lang ging der 62-Jährige in der Grundschule ein und aus, davon 21 Jahre als Konrektor. Er ist also quasi mit dem Institut verbunden und wäre wohl nicht auf die Idee gekommen vorzeitig in den Ruhestand zu gehen, wenn es die Gesundheit nicht erfordert hätte, erzählt er.

Gleich nach dem Studium in Gießen stieg der gebürtige Relbehäuser 1974 nach kurzem Aufenthalt in Neuenbrunslar in der Osterbachschule als Lehrer ein. Das war ihm nur Recht: Ich wollte in Homberg bleiben, sagt er.

Chef beim FC Homberg

Verbunden mit der Heimat ist er auch durch den Fußball, er war zehn Jahre lang Vorsitzender des FC Homberg und arbeitete zwanzig Jahre im Vorstand mit. Die Leidenschaft zum Fußball teilt er mit dem Rektor der Osterbachschule, Robert Braun. Die beiden sind seit ihrer Kindheit befreundet, haben sich beim Kicken kennen gelernt und sogar gemeinsam in Gießen studiert. „Da war ich es quasi, der den Robert an die Schule holte, als die Stelle zum Rektor ausgeschrieben war.“

Seit 25 Jahren sind die beiden Freunde auch in der Schule ein Team und empfinden die gemeinsame Zeit als eine wohltuende Zusammenarbeit. Wir haben immer gemeinsam gearbeitet und jeder wusste was zu tun war, hat den anderen entlastet. Gemeinsam schauen sie zurück. Dabei lächeln sie über die vielen Reformen in der vergangenen Zeit, schütteln den Kopf über den gestiegenen Verwaltungsaufwand und zitieren Reinhard Freunds Lieblingsspruch „Man müsste einfach nur mal Ruhe zum Arbeiten haben.“ Damit meinen sie vor allem genügend Zeit für die Schüler.

Mit Ruhe und Toleranz

Vieles habe sich in den Jahren verändert und sie zählen auf: U Plus, G 8, Schulinspektion. Einiges davon ist schon Geschichte. Freund war dagegen beständig. Mit Ruhe und Toleranz habe er die Schüler und auch das Kollegium geführt, sagt Braun. Er sei immer fleißig, ausgeglichen und dazu den Kindern ein gutes Vorbild gewesen, ohne all zu ernst zu sein. Lernen und lachen, das sei ihm immer wichtig gewesen, sagt Freund.

Nun will er erst einmal seine Fähigkeiten als Handwerker stärken, und sich mit seiner Frau um Haus und Garten kümmern. Ein bisschen will er der Schule treu bleiben: mit seiner Arbeit im Förderverein.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare