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Kleine Grashüpfer würden Guxhagen 2,5 Millionen Euro kosten

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Von: Fabian Becker

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Könnte einen neuen Besitzer bekommen: Die Gemeinde Guxhagen will die Kindertagesstätte Kleine Grashüpfer kaufen.
Könnte einen neuen Besitzer bekommen: Die Gemeinde Guxhagen will die Kindertagesstätte Kleine Grashüpfer kaufen. © Fabian Becker

Guxhagen will die Kita Kleine Grashüpfer für 2,5 Millionen Euro inklusive Nebenkosten kaufen. Die Nachtragssatzung dafür wurde in der Gemeindevertretersitzung am Dienstag eingebracht.

Guxhagen – Zwei Kitas gehören der Gemeinde bereits: Träumeland und Sonnenwiese. Wenn die Gemeindevertreter der Satzung bei ihrer nächsten Sitzung am Dienstag, 19. Juli, zustimmen, soll mit Kleine Grashüpfer die dritte Kita hinzukommen. „Wir wollen eine Kinderbetreuung aus einem Guss“, sagt Bürgermeisterin Susanne Schneider. Um das zu finanzieren, sei es aber nötig, andere Investitionen zu schieben.

Das Gebäude wurde vom Gertrudenstift errichtet. Mit dem Unternehmen habe es aber einige Probleme gegeben. „Die Kommunikation war schlecht. Es gab immer wieder Personalwechsel, sodass wir uns neue Gesprächspartner suchen mussten“, erklärt Schneider. Außerdem hätten Jahresabschlüsse gefehlt.

Schließlich musste der Gertrudenstift Insolvenz anmelden. Nicht betroffen war davon die Betreuung gGmbH, die die Kita betreibt. Die Insolvenz wurde mittlerweile aufgehoben, das Grundstück und das Gebäude der Kita von der gemeinnützigen Aktiengesellschaft Agaplesion übernommen. „Es ist praktisch nur ein Etikettenwechsel vom Gertrudenstift zur Gemeinde Guxhagen“, sagt Bernhard Pammer, Geschäftsführer der Agaplesion.

Für die Eltern und ihre Kinder ändere sich nichts, so der Geschäftsführer weiter. Derzeit sind in der Kita drei altersübergreifende Gruppen mit je 25 Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren untergebracht. Außerdem gibt es eine Krippengruppe mit zwölf Kindern von einem bis drei Jahren.

„Die Eltern und der Elternbeirat sollen darüber in Kürze informiert werden“, sagt Schneider. Die Gemeinde werde dazu bald ein Schreiben an sie schicken.

Auch für die elf Kita-Mitarbeiter ändere sich nichts. „Sie behalten ihre Verträge“, sagt Pammer. Statt der Trennung von Grundstück und Gebäude – gehören Agaplesion – und Betrieb – übernimmt die Betreuung gGmbH – sei dann die Gemeinde für beides zuständig.

Ein weiterer Grund für die Nachtragssatzung: „Die Energiekosten sind durch den Krieg in der Ukraine gestiegen und machen auch vor der Verwaltung nicht halt“, sagt Schneider. So würden nun für die Unterhaltung gemeindlicher Betriebe beispielsweise 10.000 Euro mehr vorgesehen, also insgesamt 115.200 Euro.

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