Parlament will freilaufende Tiere an zahlreichen Plätzen verbieten

Bis zu 500 Euro Strafe: Hunde sollen in Guxhagen künftig an die Leine

+
An die Leine: Die Gemeindevertreter entscheiden am Montag darüber, ob Hunde in Guxhagen künftig an zahlreichen öffentlichen Plätzen angeleint werden müssen.

Guxhagen. Wer in Guxhagen mit seinem Hund Gassi geht, muss wohl künftig immer eine Leine parat haben. Sonst könnte eine Geldbuße von bis zu 500 Euro drohen.

In ihrer nächsten Sitzung am Montag, 27. März, entscheiden die Gemeindevertreter darüber, ob an zahlreichen öffentlichen Orten in der Gemeinde eine Leinenpflicht eingeführt wird. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Sitzungssaal der Gemeindeverwaltung, Zum Ehrenhain 2.

Bereits im Mai vergangenen Jahres hatte die Gemeinschaftsliste Freie Wähler beantragt, eine Satzung für einen Leinenzwang zu erarbeiten. Denn freilaufende Hunde belästigten spielende Kinder, Spaziergänger und Radfahrer und hinterließen ihren Kot dort, wo sie gerade seien. Bei einem angeleinten Hund könne der Halter die Hinterlassenschaft seines Vierbeiners direkt einsammeln, so unter anderem die Begründung.

Gelten soll der Leinenzwang an zahlreichen öffentlichen Plätzen in Guxhagen und allen Ortsteilen. Dazu gehören zum Beispiel die Friedhöfe, Spielplätze, Sportplätze und Kindertagesstätten. Hinzu kommt unter anderem in Büchenwerra der Bereich um die Kilianskapelle, in Ellenberg beim Dorfgemeinschaftshaus und an der Schnetzenhalle.

An die Leine genommen werden sollen die Hunde auch am Radweg R1 in den Wochenendgebieten entlang der Fulda in Büchenwerra und Grebenau.

„Wir sind eine der wenigen Kommunen, die noch keine Leinenpflicht für Hunde hat“, sagt Bürgermeister Edgar Slawik. Er bezweifelt allerdings, dass die Leinenpflicht dabei hilft, dass Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner einsammeln. „Aber es geht ja auch um die Sicherheit, insbesondere dort, wo viele Menschen unterwegs sind.“

Die Satzung versetze die Gemeinde in die Lage, eine Geldbuße zu verhängen. Zehn bis 500 Euro können demnach fällig werden, wenn sich ein Hundehalter nicht an die Verordnung hält. „Allerdings wird es schwierig, im Einzelfall überhaupt nachzuprüfen, ob der Hund angeleint war oder nicht“, sagt Slawik. Denn dann stehe meist Aussage gegen Aussage.

Das Parlament berät außerdem über die Anlage von Blühstreifen im Gemeindegebiet. Ein weiteres Thema ist unter anderem das Genehmigungsverfahren der Windkraftanlagen am Mönchskopf.

In einem Antrag fordert die Gemeinschaftsliste den Gemeindevorstand auf, zu prüfen, ob bei der Anlage die Immissionswerte und Mindestabstände zu den Wochenendhäusern bei Ellenberg eingehalten werden.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare