Umsatz verdoppelt

Guxhagen: Sartorius Stedim Systems plant Erweiterung

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In der Produktionshalle: Sartorius-Mitarbeiter Jörg Borchardt setzt eine Filtrationskassette in die Anlage ein. Die Komponenten werden in Göttingen gefertigt. 

Guxhagen. Als sich Sartorius Stedim Systems im Jahr 2012 in Guxhagen angesiedelt hat, arbeiteten am Standort noch weniger als 200 Mitarbeiter.

Mittlerweile sind 320 Mitarbeiter dort beschäftigt – und die 400er-Marke soll auch bald geknackt werden. „Ich gehe davon aus, dass dies sogar schon relativ bald sein wird“, sagt Dr. Thorsten Peuker, der Geschäftsführer der Sartorius Stedim Systems in Guxhagen. Der Standort soll weiter wachsen, ob ein Anbau nächstes oder übernächstes Jahr kommen wird, stehe allerdings noch nicht fest. Mit der Spedition Kördel, die Gebäude und Grundstück an Sartorius vermietet, sei aber bereits abgeklärt, dass eine kurzfristige Erweiterung möglich ist, sagt Peuker. Mit den vorhandenen Kapazitäten könne man voraussichtlich noch ein bis zwei Jahre auskommen.

Umsatz verdoppelt

Die Nachfrage nach Biopharmazeutika sei enorm groß. Das Unternehmen in Guxhagen hat seinen Umsatz von 2012 bis 2016 verdoppelt. 120 Millionen Euro setzte Sartorius im vergangenen Jahr in der 5000-Einwohner-Gemeinde um. Bis zum Jahr 2020 soll der Umsatz konzernweit auf zwei Milliarden Euro steigen. Das Biotech-Unternehmen, das zum Göttinger Sartorius-Konzern gehört, produziert Geräte und Anlagen, mit denen biopharmazeutische Wirkstoffe wie Impfstoffe oder Antikrebsmittel hergestellt werden können. Biopharmazeutika werden mit lebenden Zellen hergestellt. Eingesetzt werden dafür neben tierischen Zellen auch Hefe- und Bakterienkulturen. Der Vorteil der Biopharmaka: Krankheiten lassen sich wesentlich spezifischer behandeln als mit chemisch produzierten Medikamenten, erläutert Peuker.

Rund 100 Ingenieure

Im Gebäude in der Fuldagemeinde nehmen die Mitarbeiter Aufträge von Pharmaunternehmen aus der ganzen Welt entgegen, planen die Anlagen und fertigen sie schließlich.

Asien, Nordamerika und Europa gehören zu den größten Märkten. Erst vor einigen Monaten sei in Guxhagen die größte Biopharma-Filtrationsanlage der Welt gebaut worden, erzählt Thorsten Peuker. Sie misst etwa 20 Meter in der Länge und steht nun in Korea, dem stärksten Exportland für die Guxhagener Anlagen. Etwa 100 der 320 Mitarbeiter sind Ingenieure, 20 Auszubildende und Dual-Studierende sind am Standort beschäftigt.

Quelle: HNA

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