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Guxhagener Feuerwehr- und Rathaus wird saniert und erweitert

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Von: Fabian Becker

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Bleibt stehen: Das Rathaus samt Feuerwehrgebäude von Guxhagen, vor dem Bürgermeisterin Susanne Scheider steht, soll erneuert und erweitert werden.
Bleibt stehen: Das Rathaus samt Feuerwehrgebäude von Guxhagen, vor dem Bürgermeisterin Susanne Scheider steht, soll erneuert und erweitert werden. © Fabian Becker

Das Feuerwehr- und Rathaus Guxhagen wird saniert, das beschlossen die Gemeindevertreter. Für die Feuerwehr bedeutet das bald Übungen auf der Baustelle.

Guxhagen – Die Gemeinde geht von etwa 5,7 Millionen Euro für das Projekt aus. Hinzu kommt ein jährlicher Mehraufwand durch Abschreibungen und Betrieb von etwa 68.000 Euro. Die Feuerwehr selbst hätte lieber auf einem anderen Grundstück neu gebaut.„Alle von uns vorgeschlagenen Grundstücke wurden von der Gemeinde angefragt“, sagt Gemeindebrandinspektor Markus Brandenstein. „Doch die Eigentümer wollten nicht verkaufen.“

Daher müsse sich die Feuerwehr mit einer Sanierung samt Anbau zufriedengeben. „Für uns bedeutet das, dass wir zwei bis drei Jahre auf einer Baustelle üben müssen.“ Außerdem gebe es nur wenige Parkplätze, auch deswegen, weil der Anbau in etwa bis zur Mitte des aktuellen Parkplatzes reiche. Er beinhalte unter anderem ein neues Tor samt Fahrzeughalle und eine neue Umkleide.

In dem fast 40 Jahre alten Gebäude würden die Elektrik und wohl auch Wasserleitungen getauscht. „Die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr ist aber nicht gefährdet“, sagt Brandenstein. Um mit dem Bau noch in diesem Jahr beginnen zu können, verzichtet die Gemeinde auf mögliche Landeszuweisungen aus der Feuerschutzsteuer für den Feuerwehrbereich, die die Verwaltung mit rund 90.000 Euro angibt.

Das ist dem entsprechenden Beschlussvorschlag zu entnehmen. Förderfähig seien in diesem Fall nur Räume, die durch die Erweiterung geschaffen werden, Sanierung und Umbau nicht.

Sanierung in Guxhagen: Bewilligung wohl erst 2025

Das Problem: Vor der Erteilung eines Bewilligungsentscheids dürfe nicht mit dem Bau begonnen werden, heißt es in dem Vorschlag weiter. Da bereits fünf Bauvorhaben zu Feuerwehrhäusern 2023 auf der Prioritätenliste des Schwalm-Eder-Kreises stünden, sei mit einer Bewilligung 2024 demnach nicht zu rechnen, eher 2025.

Die Bauarbeiten könnten in diesem Fall frühestens im zweiten Halbjahr 2025 starten. Bei einer Bauzeit von zwei Jahren seien diese erst 2027 abgeschlossen. Ein Verzicht sei auch deshalb sinnvoll, weil der Fördersatz nur rund drei Prozent der zu erwartenden Baukosten betrage.

Ein Grundstück für einen möglichen Neubau an einem geeigneten Standort stehe der Gemeinde nicht zur Verfügung. „Aber es ist uns möglich, den durch die Feuerwehrführung an uns herangetragenen Wünschen zu Austattungs- und Ausrüstungsgegenständen sowie der Dienst- und Schutzkleidung gerecht zu werden“, sagt Bürgermeisterin Susanne Schneider.

So gebe es neue Feuerschutzkleidung, die den aktuellen Anforderungen entspricht und einen besseren Tragekomfort hat. Das seien insgesamt 130 Anzüge, die rund 115 000 Euro kosteten und in diesem und im kommenden Jahr angeschafft würden.
(Fabian Becker)

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